Der Parteivorstand der Wiener SPÖ hat am Montag beschlossen, keine Personaldiskussion innerhalb der Bundespartei zu führen. Nach einer Sitzung erklärte der Wiener Landesparteivorsitzende und Bürgermeister Michael Ludwig gegenüber dem ORF und der APA diese Entscheidung.

Enttäuschendes Wahlergebnis
Ludwig bezeichnete das Ergebnis der SPÖ bei der Nationalratswahl als „nicht erfreulich“, zeigte sich jedoch optimistisch angesichts der guten Resultate in Wien. Die Partei konnte in der Bundeshauptstadt Stimmen hinzugewinnen und den Abstand zur zweitplatzierten Partei vergrößern. „Jetzt wird es wichtig sein, die weiteren Schritte zu vereinbaren“, betonte Ludwig.
Pragmatischer Zugang zu Koalitionen
Ludwig äußerte keine spezifischen Präferenzen bezüglich möglicher Koalitionspartner auf Bundesebene. „Man muss jetzt einmal sondieren, ich will den Gesprächen nicht vorgreifen.“ Wichtig sei es, Stabilität herzustellen. Ludwig verwies auf das gute Einvernehmen mit den NEOS in Wien und die langjährige Zusammenarbeit mit den Grünen. Auch frühere Koalitionen mit der ÖVP seien ihm in guter Erinnerung, weshalb er einen pragmatischen Zugang zu Koalitionen bevorzuge. Eine Zusammenarbeit mit der FPÖ schloss er jedoch kategorisch aus. „Eine Koalition mit der FPÖ ist für uns nicht vorstellbar“, unterstrich Ludwig und verwies auf stark divergierende Weltansichten.
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Wahlergebnisse in Wien
In Wien erzielte die SPÖ den ersten Platz mit knapp 30 Prozent und verzeichnete damit ein Plus von 2,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Die FPÖ gewann zwar 8,3 Prozentpunkte hinzu, blieb jedoch mit 21,2 Prozent deutlich hinter der SPÖ. Die ÖVP fiel auf 17,6 Prozent zurück, ein Minus von 7 Prozentpunkten. Die Grünen erreichten 12 Prozent (minus 8,7 Prozentpunkte) und die NEOS kamen auf 11 Prozent, was einen kleinen Zugewinn von 1,2 Prozentpunkten darstellt.