Belgrad wird zur Bühne für neue Perspektiven: Serbien und Österreich schmieden Pläne für eine intensivere Partnerschaft – mit wirtschaftlichem Fokus und EU-Ambitionen.
Serbien und Österreich haben bei einem Treffen in Belgrad ihre Absicht bekräftigt, die bilateralen Beziehungen in sämtlichen Bereichen zu intensivieren. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić und Bundeskanzler Christian Stocker betonten nach ihren Gesprächen am Mittwoch besonders das Potenzial für eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit. Stocker sicherte bei dieser Gelegenheit die fortgesetzte Unterstützung Österreichs für den EU-Integrationsprozess des gesamten westlichen Balkans zu.
Bei dem Treffen unterzeichneten Stocker und der serbische Premierminister Djuro Macut ein umfassendes Abkommen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Das Abkommen soll insbesondere die Bereiche Transport, Energie, Biomasse, Telekommunikation und Infrastruktur stärken und beiden Ländern neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen.
⇢ Stockers Balkan-Mission: Kanzler trifft Arnautovic und Vucic in geheimer Diplomatie-Offensive
Während der österreichische Bundeskanzler seine Unterstützung für Serbiens EU-Annäherung bekräftigte, unterstrich er gleichzeitig klare Erwartungen: Reformen in Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit seien unabdingbare Voraussetzungen für weitere Integrationsschritte in Richtung EU-Mitgliedschaft. Diese Bedingungen spiegeln die kontinuierliche österreichische Position wider, dass der Erweiterungsprozess von konkreten Fortschritten in demokratischen Kernbereichen abhängt.