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Viruswarnung

Tödlicher Mückenstich fordert erstes Todesopfer in Europa – Zwei Patienten in Lebensgefahr

Tödlicher Mückenstich fordert erstes Todesopfer in Europa – Zwei Patienten in Lebensgefahr
Symbolfoto. FOTO: iStock/Jacob Wackerhausen
2 Min. Lesezeit |

**Nach dem Tod einer 82-Jährigen bei Rom wächst die Sorge vor dem West-Nil-Virus. Sechs weitere Infektionen wurden bestätigt, zwei Patienten schweben in Lebensgefahr.**

Eine 82-jährige Frau ist in Italien an den Folgen einer West-Nil-Virus-Infektion verstorben. Die Seniorin aus Nerola, einem Ort nahe Rom, wurde in der vergangenen Woche mit Fiebersymptomen hospitalisiert, wie aus behördlichen Mitteilungen hervorgeht. In der Region um die italienische Hauptstadt sind derzeit sechs weitere Infektionsfälle mit dem West-Nil-Virus bestätigt. Zwei Patienten im Alter von 63 und 72 Jahren befinden sich in kritischem Zustand und werden stationär behandelt. Als Reaktion haben die zuständigen Behörden eine Taskforce eingerichtet.

Die Übertragung des Virus erfolgt durch Mückenstiche. Besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen sind von schweren und tödlichen Krankheitsverläufen betroffen. Lediglich etwa ein Prozent der Infektionen führt zu schwerwiegenden neuroinvasiven Erkrankungen.

Symptomatik und Verbreitung

Auch in Deutschland werden seit mehreren Jahren immer wieder Infektionsfälle registriert. Experten vermuten eine erhebliche Dunkelziffer, da rund 80 Prozent der Infektionen ohne erkennbare Symptome verlaufen.

Das West-Nil-Virus hat seinen Ursprung auf dem afrikanischen Kontinent und wurde vermutlich durch Zugvögel nach Europa eingeschleppt. Laut dem Robert-Koch-Institut (zentrale deutsche Gesundheitsbehörde) in Berlin können Mücken, die sich an infizierten Vögeln angesteckt haben, das Virus auf Menschen und andere Säugetiere übertragen.

Fachleute prognostizieren einen Anstieg der Fallzahlen als Folge des Klimawandels.

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Situation in Deutschland und Präventionsmaßnahmen

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden in Deutschland im bisherigen Jahr 2025 keine neuen Infektionen beim Menschen registriert. Im Vorjahr verzeichneten die Behörden jedoch einen Anstieg der Fälle, wobei sich regionale Schwerpunkte in Ostdeutschland bildeten.

Gesundheitsbehörden empfehlen als wichtigste Schutzmaßnahmen das Vermeiden von Mückenstichen durch das Tragen langer, heller Kleidung und die Anwendung von Insektenschutzmitteln. Zusätzlich sollte stehendes Wasser im häuslichen Umfeld entfernt werden, um potenzielle Brutstätten der Überträgermücken zu reduzieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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