Sieben Siege, 17 Tore, nur ein Gegentreffer – Österreichs U17-Kicker schreiben in Katar Fußballgeschichte und stehen erstmals in einem WM-Finale.
Österreich ist bei der U17-WM in Katar die Sensation des Turniers. Mit einer makellosen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 17:1 hat das Team etwas geschafft, was noch keiner österreichischen Nachwuchsmannschaft zuvor gelungen ist: den Einzug ins WM-Finale. Am Donnerstag steigt der große Showdown im Khalifa International Stadium, wenn die rot-weiß-rote Auswahl ab 17 Uhr um den Titel kämpft. Teamchef Hermann Stadler findet für seine Schützlinge nur lobende Worte: “Diese Mannschaft ist grandios, wirklich fantastisch. Jede einzelne Person arbeitet ununterbrochen für das Team, lädt sich immer wieder auf.” Jeder bringt sich ein, jeder glaubt an die gemeinsame Idee und daran, was wir im Spiel leisten können.
Doch wer sind die Nachwuchskicker, die ganz Fußball-Österreich derzeit in Ekstase versetzen? Im Tor steht mit Daniel Posch ein wahres Bollwerk. Der 1,90 Meter große Schlussmann aus dem Sturm-Graz-Nachwuchs, der mittlerweile beim FSV Mainz unter Vertrag steht, hat während des gesamten Turniers noch keinen einzigen Gegentreffer zugelassen. Ein bemerkenswerter Fakt: In seinen bisherigen zwölf U17-Länderspielen blieb Posch ungeschlagen. Als Ersatzkeeper fungiert Paul Scharner vom SKN St. Pölten – der Sohn des früheren Nationalspielers gleichen Namens.
Starke Abwehrkette
Die beeindruckende Defensivstatistik mit nur einem Gegentor im gesamten Turnierverlauf ist jedoch nicht allein Poschs Verdienst. Die Abwehrkette präsentiert sich in Topform. Angeführt wird sie von Kapitän Jakob Pokorny, der beim FC Liefering sein Handwerk verfeinert. An seiner Seite verteidigt mit Ifeanyi Ndukwe ein körperlich bereits erstaunlich weit entwickeltes Talent von Austria Wien. Auf den Außenbahnen der Viererkette wirbeln vorwiegend Rafael Feldinger (rechts) und Florian Hofmann (links) – beide stammen aus der Talentschmiede von Red Bull Salzburg.
Im defensiven Mittelfeld bilden Luca Weinhandl und Vasilije Markovic ein eingespieltes Duo im 4-2-3-1-System. Weinhandl, der beim SK Sturm Graz ausgebildet wird, musste nach einem Platzverweis im zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien zwar pausieren, kehrte danach aber direkt in die Startelf zurück. Sein Nebenmann Markovic glänzte während des Turniers mit zwei Torvorlagen und ließ in der Defensive kaum etwas anbrennen.
Treffsichere Offensive
Die kreativen Impulse im Offensivspiel gehen hauptsächlich von Hasan Deshishku, Jakob Werner und Johannes Moser aus. Besonders Moser drückt dem Turnier seinen Stempel auf. Der Liefering-Youngster hat mit acht Treffern maßgeblichen Anteil am Finaleinzug. Seine Doppelpacks gegen die Fußballnationen England und Italien haben bereits jetzt legendären Status.
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Werner, ebenfalls aus dem Red-Bull-Nachwuchs, erweist sich als perfekter Vorlagengeber mit vier Assists. Austria-Talent Deshishku steuerte bereits vier eigene Treffer zum Erfolgslauf bei.
Als Sturmspitze agiert Nicolas Jozepovic, ein weiteres Talent aus der Salzburger Kaderschmiede, der bislang zweimal im Turnier getroffen hat. Ursprünglich war Dominik Dobis als Mittelstürmer gesetzt, doch ein Kreuzbandriss im Spiel gegen England beendete sein Turnier vorzeitig.
Der Erfolg basiert jedoch auf dem gesamten Kader. Bemerkenswert ist, dass Coach Stadler während des Turniers bereits jeden verfügbaren Feldspieler eingesetzt hat.
Lediglich der dritte Torwart Christof Katzmayr wartet noch auf seinen Einsatz. Dennoch könnte auch er sich ab Donnerstag Weltmeister nennen.
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