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WIEN

Trotz hartem Lockdown: Jugendliche feiern Corona-Party in gemieteter Villa

Symbolbild (FOTOS: booking.com, iStockphoto)

Rund 50 Personen feierten in der Nacht zum Stefanitag lautstark in Wien-Hietzing mit Alkohol und Drogen eine Corona-Party. Die WEGA löste das Treffen schließlich auf.

Eine Gruppe Jugendlicher dürfte sich an diesem Wochenende besonders schlau vorgekommen sein: Um die neuerlichen Beschränkungen im Zuge des dritten harten Lockdowns nach Weihnachten zu umgehen, mieteten sich die Jugendlichen in eine Villa in Wien-Hietzing ein, um dort ungestört Party zu machen. Doch ganz so ungestört ging die Corona-Party nicht vonstatten. Schließlich endeten die lautstarke Feierlichkeiten mit einem Einsatz der WEGA …

Die gemietete Unterkunft ist der Hit auf zahlreichen Buchungsplattformen: Eine Nacht in der Hietzinger Villa wird für zwei Personen um knapp 150 Euro angeboten. Die elegante Unterkunft mit großem Garten erfreut sich bester Referenzen, die offenbar auch das Interesse einer Gruppe Jugendlicher weckte. Allerdings geriet die Party vollkommen aus dem Ruder: Einer der jungen Männer war im Vollrausch gegen 1 Uhr Früh gestürzt und lag verletzt vor der Villa.

Die Polizei wurde alarmiert und kam zu einer Kontrolle. Im Bereich des Hauses stellten die Beamten dann fest, wie einige Jugendliche über einen Zaun kletterten und über das Nachbargrundstück flüchteten. Sie zogen wieder ab. Doch zwei Stunden später kam es erneut zu einem Einsatz an dieser Adresse.

Zweiter Einsatz
Die Party war nur scheinbar zu Ende. Nachbarn schlugen wegen des ausufernden Partygeschehens Alarm. Auch Schusswaffen sollen laut Angaben beim Notruf im Spiel gewesen sein. Die Polizei bezog rund um das Gebäude Stellung und forderte daraufhin Verstärkung an. Die Villa und das Grundstück wurden von Polizeihunden und der WEGA durchsucht.

Ursprünglich waren bis zu 50 Partywütige in der Villa versammelt, doch einige waren bereist nach dem ersten Einsatz gegangen. Die restlichen Gäste versuchten sich im Keller zu verstecken, wurden jedoch von den Beamten entdeckt. Insgesamt wurden 22 anwesende Personen im Alter von 13 bis 22 Jahren nach der Covid-19-Notmaßnahmen-Verordnung angezeigt. Neben diversen Suchtmitteln bei einem 18-jährigen Wiener und einem 19-jährigen Deutschen stellte die Polizei noch eine Schreckschusspistole, eine Machete, ein Klappmesser sowie Munition sicher.

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