Prestigeprojekt in Serbien geplatzt: Nach Protesten und einer brisanten Anklage gegen einen Minister zieht sich Trumps Schwiegersohn Kushner aus dem Belgrader Hotelvorhaben zurück.
Kushner gibt auf
Jared Kushner, Schwiegersohn des früheren US-Präsidenten Donald Trump und Investor, hat sein geplantes Hotelprojekt in Belgrad aufgegeben. Wie das Wall Street Journal berichtet, erfolgte dieser Schritt nach anhaltenden Protesten und im zeitlichen Zusammenhang mit einer Anklageerhebung gegen einen hochrangigen serbischen Regierungsvertreter.
„Da bedeutende Projekte vereinen und nicht spalten sollten, ziehen wir unseren Antrag aus Respekt vor dem serbischen Volk und der Stadt Belgrad zurück“, erklärte ein Sprecher von Kushners Investmentfirma „Affinity Partners“. Laut Wall Street Journal bedeutet dies „ein abruptes Ende eines zunehmend umstrittenen Projekts“, an dem Kushner, der sowohl als öffentliche Persönlichkeit als auch als Vermittler bei Friedensverhandlungen bekannt ist, mehr als zwei Jahre gearbeitet hatte.
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Anklage in Serbien
Parallel dazu erhob die serbische Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität Anklage gegen Kulturminister Nikola Selakovic, die Ministeriumssekretärin Slavica Jelaca sowie die amtierenden Direktoren des Republikanischen und des Belgrader Instituts für Denkmalschutz, Goran Vasic und Aleksandar Ivanovic. Den Beschuldigten werden Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Aufhebung des Denkmalschutzstatus für die Gebäude des „Generalstabs“ vorgeworfen.
Ministers Reaktion
Selakovic, der bereits Anfang Dezember als Verdächtiger vernommen wurde, reagierte auf die Anklage mit kämpferischen Worten: „Ich freue mich aufrichtig auf den Prozess, denn er wird das Ende der Blockierer markieren.“ Der Minister behauptete zudem, es handle sich um das „Ende der organisierten kriminellen Gruppe“ um die Staatsanwaltschaft.
„Sie zielen auf mich, aber treffen den Präsidenten“, fügte Selakovic hinzu und deutete damit an, dass die Ermittlungen politisch motiviert seien.