Start AKTUELLE AUSGABE Truppenoffiziersausbildung, Teil 1: Offizier mit Bachelorabschluss
BUNDESHEER

Truppenoffiziersausbildung, Teil 1: Offizier mit Bachelorabschluss

Truppenoffiziersausbildung, Teil 1: Offizier mit Bachelorabschluss (FOTO: Bojan Stekić)

Während wir euch in den letzten Monaten den Weg einiger Anwärter zur Aufnahme an der Theresianischen Militärakademie (TherMilAk) nähergebracht haben, stehen die kommenden Ausgaben ganz im Zeichen der Offiziersausbildung und ihrer facettenreichen Inhalte.

Das Österreichische Bundesheer bietet unterschiedlichste Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine davon ist die Truppenoffiziersausbildung, eine Verbindung aus Lehrgang und Fachhochschul- & Bachelorstudiengang. Nach der dreijährigen Ausbildung erhält man den akademischen Grad „Bachelor of Arts in Military Leadership“ und wird zum Leutnant befördert.

86 Offiziersanwärter und zwei Studienwerber wurden im August auf die TherMilAk aufgenommen.

Zulassung zur TherMilAk
Neben der Matura bzw. einem anderen Nachweis der allgemeinen Universitätsreife muss man für die Zulassung zur TherMilAk zuerst die Kaderanwärterausbildung 1 und 2 erfolgreich durchlaufen. Der erste Teil dauert fünf Monate. In dieser Ausbildung lernt man vor allem Grundlagenwissen, aber auch erste einfache Führungsskills. Der zweite Abschnitt widmet sich verstärkt der Ausbildung in der Waffengattung. Unter anderem werden die Kursteilnehmer in den Umgang mit diversen Waffen eingewiesen. Nach der siebenmonatigen Kaderanwärterausbildung 2 wird man zum Zugsführer befördert und man hat die Möglichkeit, sich für die Aufnahme an der TherMilAk zu bewerben.

Military Leadership: Die dreijährige Ausbildung auf der TherMilAk umfasst auch ein Bachelorstudium.

Auswahl- und Aufnahmeverfahren
Im ersten Teil, dem Bereich Führungsausbildung, werden sowohl praktische als auch theoretische Grundlagen überprüft. Der zweite Teil umfasst Körperausbildung, gefolgt vom militärspezifischen Test, inklusive Zulassungsprüfung für das Militärfallschirmspringen. Der letzte Teil des Aufnahmeverfahrens betrifft den Fachhochschul-Bachelorstudiengang. Wer all diese Teilbereiche erfolgreich abgeschlossen hat, kann seine Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt beginnen.

Mit dem Pinzgauer durchs Gelände
Eines der ersten Highlights der Offiziersausbildung ist die Absolvierung der Kraftfahrausbildung, insbesondere das Geländefahren mit dem Pinzgauer 710. Es gibt kaum ein Terrain, das mit dem Traditionsfahrzeug des Österreichischen Bundesheeres nicht befahren werden kann, was die Anwärter auch gleich ausprobieren durften. „Was die militärische von der zivilen Fahrschule unterscheidet, ist das Geländefahren. Offiziere müssen Fahrzeuge in unterschiedlichstem Gelände lenken können, um sowohl Personen als auch Material sicher ans Ziel zu bringen“, erklärte uns einer der Fahrlehrer des Bundesheeres. Einige der Fähnriche hätten zwar zu Beginn etwas Angst davor, mit dem Pinzgauer so extrem bergab zu stehen, allerdings lege sich diese schnell. „Schwierig war das Zusammenspiel zwischen Kupplung und Gas – es gibt keine Berganfahrhilfe wie bei allen modernen Autos“, erzählte uns Fähnrich Florian R. Ähnliche Erfahrungen machte auch sein Kollege Fähnrich Richard S., der zu Beginn mit der Mechanik des Fahrzeuges zu kämpfen hatte. „Der Pinzgauer hat nur wenig Elektronik“, fügte er hinzu. Alle Fähnriche absolvierten nach der Kraftfahrausbildung die praktische und theoretische Fahrprüfung. Als Nächstes steht das Fallschirmspringen am Ausbildungsprogramm, bei welchem KOSMO auch vor Ort sein und in der nächsten Ausgabe berichten wird.

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Der gebürtige Wiener hatte seine ersten Berührungspunkte mit Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien bereits im Teenageralter. Ihre Sprache faszinierte ihn sehr schnell und die Liebe zum Balkan führte ihn bis zum Abschluss des Studiums der Slawistik (B/K/S). Heute ist er ein hervorragender Kenner der Balkangeschichte, der südslawischen Sprachen sowie der kleinsten kulturellen Nuancen der bosnischen, kroatischen und serbischen Dialekte. Mit einem kritischen Blick auf dem Balkan, schreibt er seine Texte aus einer besonderen, transslawischen, internationalen Perspektive, und seine Kritik lässt niemanden unberührt.