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HARTE ZEITEN

Urlauber entsetzt: Beliebter Reiseveranstalter ist pleite!

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(FOTO: iStock)

Die FTI Touristik GmbH, das Herzstück der renommierten FTI Group, hat am 3. Juni beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet. Dieser Schritt betrifft vorerst nur die Veranstaltermarke FTI Touristik, doch weitere Konzerngesellschaften könnten bald folgen. Dieser kritische Schritt, der von einem lang andauernden und komplizierten Investitionsprozess überschattet wird, lässt den europäischen Reisemarkt aufhorchen.

Trotz der guten Nachrichten im April dieses Jahres, die den Einstieg eines Investorenkonsortiums markierten, konnte ein drastischer Rückgang der Buchungszahlen nicht abgewendet werden. Dieser Rückgang, weit entfernt von den optimistischen Erwartungen, wurde durch die Forderung vieler Lieferanten nach Vorauskasse verschärft, was zu einem unerwartet hohen Liquiditätsbedarf führte.

Die Lage spitzte sich derart zu, dass die Insolvenzanmeldung als unausweichlich galt. Angesichts dieser geschäftlichen Zwickmühle bemüht sich FTI Touristik nun, die bereits begonnenen Reisen ohne Unterbrechung zu Ende zu bringen. Zukünftige Reisen hingegen stehen auf der Kippe – ab dem 4. Juni 2024 sieht sich das Unternehmen gezwungen, viele Reisepläne zu stornieren oder nur teilweise durchzuführen.

In Kooperation mit dem bald zu ernennenden Insolvenzverwalter sollen rasch Konzepte für die kontinuierliche Information der betroffenen Reisenden und die operative Abwicklung der notwendigen Schritte erarbeitet werden. Die Unsicherheit hängt wie ein Schatten über dem bevorstehenden Sommer, was sowohl für die Reisenden als auch für die 11.000 Beschäftigten der FTI Group eine große Belastung darstellt.

Betroffenheit weit über FTI hinaus

Die Auswirkungen dieser Insolvenz erstrecken sich weit über die eigene Marke hinaus und betreffen eine Vielzahl von Dienstleistungen, angefangen bei FTI in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, über 5vorFlug und BigXtra GmbH in Deutschland bis hin zu den Mietfahrzeug-Marken DriveFTI und Cars and Camper. Ein kleiner Trost für Reisende: Dienstleistungen, die über Drittanbieter wie TUI, Alltours, DERTOUR und vtours gebucht wurden, bleiben von der Insolvenz unberührt, sofern FTI Touristik nur als Vermittler auftrat.

Wo waren Buchungen möglich?

Die betroffenen Reiseangebote waren über herkömmliche Reisebüros sowie über Online-Plattformen wie Sonnenklar.tv, Check24, Ab-in-den-Urlaub, HolidayCheck und die hauseigenen Seiten wie fti.de und andere zugänglich. Damit steht eine breite Basis von Reiselustigen vor großen Fragezeichen bezüglich ihrer geplanten Trips.