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Einreiseverbot

Verdächtige Millionen an der Küste: Slowenien schlägt gegen Dodik zu

Verdächtige Millionen an der Küste: Slowenien schlägt gegen Dodik zu
KOSMO
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Slowenien schlägt zu: Der bosnisch-serbische Politiker Milorad Dodik darf nicht mehr einreisen. Hinter der Sanktion stehen Separatismusvorwürfe und dubiose Luxusimmobilien.

Die slowenische Regierung hat am Donnerstag Sanktionen gegen den Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, verhängt. Der Beschluss umfasst ein Einreiseverbot nach Slowenien und basiert auf Unterlagen des slowenischen Außenministeriums. Die Entscheidung wurde nach einer zweiwöchigen Prüfungsphase getroffen, in der zunächst eine Vervollständigung der Dokumentation notwendig war, wie der Nachrichtensender N1 berichtet.

Ausschlaggebend für die Strafmaßnahmen sind Dodiks separatistische Bestrebungen und seine fortgesetzte Missachtung der staatlichen Institutionen Bosnien-Herzegowinas. Im August 2025 wurde Dodik vom bosnischen Staatsgericht wegen Missachtung der Entscheidungen des Hohen Repräsentanten zu einer einjährigen Haftstrafe und einem sechsjährigen Politikverbot verurteilt. Obwohl das Gericht die Haftstrafe später in eine Geldstrafe umwandelte und die Wahlkommission Dodik das Präsidentenamt der Republika Srpska aberkannte, wies er diese Entscheidungen öffentlich zurück und reagierte mit weiteren separatistischen Schritten.

Zudem besteht der Verdacht, dass Dodik und seine Familie erhebliche Vermögenswerte in Slowenien besitzen, die mutmaßlich mit Geldern zweifelhafter Herkunft erworben wurden.

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Dodiks Immobilien-Netzwerk

Nach vorliegenden Informationen verfügt die Familie Dodik über ein Netzwerk aus Verwandten und Mitarbeitern über mindestens fünf Immobilien an der slowenischen Adriaküste. Darunter befindet sich auch eine Luxusvilla in Portorož, die offiziell auf Djordje Djuric – den Schwiegersohn von Dodiks Sohn Igor – eingetragen ist. Igor Dodik steht seit 2024 auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums.

US-Behörden werfen Dodik vor, seine Amtsposition zu missbrauchen und Regierungsgeschäfte über ein Netzwerk von Privatunternehmen abzuwickeln, die von ihm und seinem Sohn kontrolliert werden. Neben den USA haben bereits Großbritannien, Deutschland, Österreich, Polen und Litauen Sanktionen gegen Dodik und sein Umfeld verhängt.

Internationale Reaktionen

Die Entscheidung Ljubljanas wird auch als deutliches Signal an Akteure des Westbalkans verstanden, dass kriminelle Aktivitäten nicht nach Slowenien verlagert werden können. Slowenische Sicherheitsbehörden warnen bereits seit längerem vor beträchtlichen Zuflüssen verdächtigen Kapitals aus der Republika Srpska und der gesamten Region, das in Immobilien und Unternehmen innerhalb Sloweniens investiert wird.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Sanktionsliste künftig um weitere Personen aus Dodiks Umfeld oder andere Akteure aus der Westbalkanregion erweitert werden könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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