Der Lehrermangel in der Steiermark bleibt akut – doch statt jeden Bewerber zu nehmen, rückt nun die Qualität in den Fokus. Die Herausforderungen wachsen.
In der Steiermark werden aktuell 449 Lehrkräfte gesucht, wobei der Schwerpunkt nun auf der Qualifikation der Bewerber liegt. Nach Jahren des Personalmangels im Bildungsbereich richtet sich der Blick verstärkt auf fachliche Kompetenz. Besonders groß ist der Bedarf an Fachkräften im sonderpädagogischen Bereich.
Herausforderungen im Lehrberuf
„Der Beruf wird zunehmend fordernder, viele Quereinsteiger steigen deshalb wieder aus“, erklärt AHS-Gewerkschafter Markus Kerschbaumer. Vonseiten der Gewerkschaft wird zudem eine strukturiertere Einarbeitung für neue Lehrkräfte gefordert, da momentan eine systematische Begleitung durch erfahrene Pädagogen häufig fehlt.
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Im steirischen Schuldienst sind derzeit insgesamt 16.000 Personen beschäftigt.
Darunter befinden sich etwa 260 Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern.
Warum Quereinsteiger aussteigen
Die Gründe für die Fluktuation bei Quereinsteigern sind vielfältig. Die steigende Arbeitsbelastung und die fehlende pädagogische Vorerfahrung stellen für viele unüberwindbare Hürden dar. Auch die unzureichende Unterstützung in der Anfangsphase führt dazu, dass Seiteneinsteiger dem Schuldienst nicht langfristig erhalten bleiben.
Verbesserungsmaßnahmen bereits im Gange
Als verpflichtende Maßnahme gilt seit 2023 ein österreichweiter Hochschullehrgang für Quereinsteiger, der innerhalb von acht Jahren absolviert werden muss. Gewerkschaftsvertreter fordern zudem den systematischen Aufbau von Mentoring-Programmen, um neue Lehrkräfte gezielt zu unterstützen.
Bei den Ausschreibungen in der Steiermark werden mittlerweile neben der Fachkompetenz verstärkt auch pädagogische Fähigkeiten im Auswahlprozess berücksichtigt – ein Indikator dafür, dass der Fokus wieder auf nachhaltige Qualität im Unterricht gerichtet wird.