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Doppelleben

Balkan-Star enthüllt: „Eine Nacht bin ich Sängerin, die andere Nacht Prostituierte!“

Balkan-Star enthüllt: „Eine Nacht bin ich Sängerin, die andere Nacht Prostituierte!“
FOTO: zVg.
2 Min. Lesezeit |

Transgender-Sängerin Elektra Elit sorgt mit offenen Worten über ihr Doppelleben für Aufsehen. Die in Serbien bekannte Künstlerin macht kein Geheimnis daraus, dass sie in der Schweiz als Sexarbeiterin tätig ist – ein Beruf, der dort legal ausgeübt werden kann.

Seit ihrem ersten öffentlichen Auftreten erregt Elektra mit ihren unverblümten Äußerungen Aufmerksamkeit, besonders wenn es um ihr Intimleben geht. So sprach sie auch ganz offen über ihre Preisgestaltung.

„In der Schweiz sind es vor allem Frauen mit Roma-Hintergrund (ethnische Minderheit in Europa), die als Prostituierte arbeiten. Bei ihnen zahlt man etwa 100 Euro für 15 bis 20 Minuten. Bei mir kostet die Stunde zwischen 400 und 1000 Franken. Wenn der Kunde nach fünf Minuten fertig ist, ist das eben so – Hauptsache, es gab ein ‚Happy End'“, erklärte sie damals und ließ viele Zuhörer sprachlos zurück.

Realität der Sexarbeit

Elektra räumt auch mit dem Begriff der „Eliteprostitution“ auf: „So etwas gibt es nirgends auf der Welt. Es gibt nur Prostitution, das sind Sexarbeiterinnen. Solche Bezeichnungen dienen nur dazu, die Sache besser klingen zu lassen. Was es gibt, sind Elite-Kunden. Wenn eine Frau mit jemandem Prominenteren zusammen war, nennt sie das Elite – das hat mit der Realität nichts zu tun.

Alle Prostituierten sind gleich, egal ob eine für umgerechnet zwei Euro arbeitet und die andere für 5.000 Euro. Beide sind Prostituierte, da gibt es keinen Unterschied.“

Unterschiedliche rechtliche Situation

Elektra Elits offener Umgang mit ihrer Tätigkeit wird durch die unterschiedliche Rechtslage in den beiden Ländern ermöglicht. Während Sexarbeit in der Schweiz seit 1942 legal ist und registrierte Sexarbeiterinnen Anspruch auf arbeitsrechtlichen Schutz sowie Zugang zum Gesundheitssystem haben, bleibt die Tätigkeit in Serbien illegal.

Besonders für Transgender-Personen ist die Situation in Serbien schwierig. Als LGBTIQ-Aktivistin nutzt Elektra ihre Bekanntheit, um auf die Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung aufmerksam zu machen, mit der trans Personen und Sexarbeiterinnen im konservativen Balkan konfrontiert sind. Ihr Doppelleben zwischen der Musikszene in Serbien und der Sexarbeit in der Schweiz spiegelt die gravierenden Unterschiede wider, mit denen marginalisierte Gruppen in den beiden Ländern konfrontiert sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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