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Diebstahl

Waffen aus Bundesheer-LKW gestohlen: Was haben die Täter vor?

(FOTO: Flickr/Bundesheer)
(FOTO: Flickr/Bundesheer)

In Althofen ereignete sich ein beunruhigender Vorfall, bei dem zwei Sturmgewehre vom Typ 77 aus einem Bundesheer-Fahrzeug entwendet wurden.

Dieser Diebstahl hat eine intensive Untersuchung durch das Landeskriminalamt nach sich gezogen. Angesichts der Ernsthaftigkeit, dass echte Waffen involviert sind, stehen die Motive der Diebe sowie mögliche Gefahren, die damit einhergehen könnten, im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Motiv unklar

Bei dem Einbruch, bei dem die Scheiben des LKWs eingeschlagen wurden, wurden nicht nur zwei Sturmgewehre 77 gestohlen. Auch ein leeres Magazin, ein Magazin mit Übungsmunition, ein Funkgerät, eine Überwurfjacke und eine Leuchtpistole wurden entwendet. Dabei sind mehrere Motive denkbar. Eine These ist, dass es sich um eine Mutprobe unter Jugendlichen gehandelt haben könnte – eine Herausforderung, Waffen aus einem Bundesheer-Fahrzeug zu stehlen. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die Täter aus den eigenen Reihen kommen.

Verkauf auf dem Schwarzmarkt?

Eine weitere Theorie ist der mögliche Verkauf der Waffen. Trotz des hohen Wertes der halbautomatischen zivilen Variante der Waffe, die etwa 3000 Euro kostet, ist es fraglich, ob ein Privatverkauf realistisch ist. Auf den Schießstand darf man damit nämlich nicht.

Hauptmann Christoph Hofmeister vom Militärkommando Kärnten betont: „Jede unserer Waffen ist registriert. Man kann aufgrund der Waffe die Einsatzstelle, an der sie ausgegeben wurde, und den Namen des Soldaten ausfindig machen“ Munition für diese Waffen wäre allerdings leicht zu beschaffen.

Risiko von Amokläufen oder Terroranschlägen

Die Sorge vor einem Amoklauf oder einem Terroranschlag mit den entwendeten Waffen ist zwar verständlich, aber laut Experten unwahrscheinlich. Terrorgruppen neigen dazu, jegliche Aufmerksamkeit im Vorfeld ihrer Aktionen zu meiden. Der spektakuläre Diebstahl bei einer bekannten Großübung widersprechen dieser Vorgehensweise. Expertenmutmaßungen nach könnten die Täter Insiderwissen gehabt haben, was die Durchführung der Tat erleichterte.

Angesichts dieser Entwicklungen steht die Sicherheitsfrage im Raum, besonders hinsichtlich des Umgangs mit Waffen und Munition durch das Bundesheer. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange, um die Täter zu fassen und die gestohlenen Gegenstände sicherzustellen.