Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Preisschock

Weihnachtsdämpfer: Tannenpreise explodieren

Weihnachtsdämpfer: Tannenpreise explodieren
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Steirische Weihnachtstraditionen werden teurer: Die Preise für Christbäume steigen deutlich an, während Qualität und Herkunft große Preisunterschiede rechtfertigen sollen.

Die Christbaumpreise in der Steiermark und im Rest Österreichs ziehen deutlich an, wie eine aktuelle Erhebung zeigt. Mittlerweile sind die beliebten Weihnachtsbäume an zahlreichen Verkaufsstellen erhältlich. Die Arbeiterkammer Steiermark hat bei insgesamt 23 Anbietern eine Preisanalyse durchgeführt und dabei die entscheidenden Faktoren für die Preisgestaltung untersucht.

Die jährliche Preiserhebung der Arbeiterkammer Steiermark auf den regionalen Christbaummärkten offenbart einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Kosten. Die Inflation macht auch vor dem Weihnachtssymbol nicht halt. Marktforscherin Arjana Sabanhaxhaj fasst die Ergebnisse zusammen: „Die durchschnittlichen Christbaumpreise quer über alle Kategorien stiegen im Zeitraum 2024 bis 2025 im Handel um 7,28 Prozent und bei den lokalen Christbaumhändlern um 4,61 Prozent.“

Herkunft und Kennzeichnung

Bei der Herkunftsanalyse wurde festgestellt, dass der Handel Christbäume aus verschiedenen Ländern bezieht – darunter Deutschland, Dänemark, Polen und Österreich. Die österreichischen Exemplare stammen aus dem Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark. Charakteristisch für steirische Christbäume ist die rot-weiß-rote Banderole mit dem Aufdruck „Ein Baum aus der Heimat“ und der Kennzeichnung „Steirischer Christbaum“.

Von den 23 untersuchten Händlern versehen zehn ihre Bäume mit dieser steirischen Herkunftsmarkierung.

Preisliche Unterschiede

Die Preisunterschiede fallen beträchtlich aus: Für eine Nordmanntanne mit einer Höhe von eineinhalb Metern werden zwischen 15 und 52,50 Euro verlangt – der Durchschnittspreis liegt bei etwa 30 Euro. Bei zwei Meter hohen Exemplaren bewegen sich die Preise zwischen 20 und 70 Euro, durchschnittlich bei rund 44 Euro.

⇢ Müll, Grillplatz, Jahreskarte: Stadt Wien erhöht 300 Gebühren

Der günstigste im Rahmen der Erhebung gefundene Baum kostet zehn Euro pro Meter, während für den teuersten 35 Euro pro Meter zu bezahlen sind. Auch bei den Holzkreuzen variieren die Preise erheblich – von drei bis 20 Euro, wobei manche Anbieter diese auch kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Verkaufsstellen sind vielfältig und reichen vom Bauernhof bis zum Baumarkt. „Die hohen Preisunterschiede werden mit den Qualitätskriterien Dichte, Aussehen, Wuchs, Größe und Baumsorte begründet“, erläutert Sabanhaxhaj. Ein Trend bleibt jedoch seit Jahren konstant: Die Nordmanntanne ist bei den meisten Familien die bevorzugte Wahl.

Das Angebot an Christbäumen beschränkt sich längst nicht mehr auf landwirtschaftliche Betriebe – auch Baumärkte, Möbelhäuser und Gartencenter haben Weihnachtsbäume in ihr Sortiment aufgenommen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen