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Wie Technologien den Fußball verändern: Von Datenanalyse bis VAR und KI

Wie Technologien den Fußball verändern: Von Datenanalyse bis VAR und KI
Foto: zVg.
8 Min. Lesezeit |

Technologie im Fußball ist längst zu einem festen Bestandteil des Sports geworden. Während manch einer noch über die „heutigen Laptop-Trainer“ schimpft, hat die Technik bereits Fakten auf und neben dem Rasen geschaffen.

Auch im Bereich der digitalen Unterhaltung spielt moderne Technologie eine immer größere Rolle. Wer sich für ein  Online Casino Echtgeld bei Slotozilla interessiert, findet dort technologisch optimierte Spiele und innovative Tools, die zeigen, wie stark digitale Entwicklungen das Nutzererlebnis prägen.

Im Fußball hingegen stehen datenbasierte Entscheidungen, Trainingssteuerung und KI-gestützte Auswertungen im Mittelpunkt – zwei völlig unterschiedliche Welten, die dennoch den technologischen Fortschritt widerspiegeln.

Technische Hilfsmittel wie Tablets und die berühmten Laptops sind vom Spielfeldrand nicht mehr wegzudenken. Sie sind nämlich zu wichtigen Helfern der Betreuer, Trainer und sogar der Schiedsrichter bei der Nutzung des VAR im Fußball geworden. Wir haben uns umgehört und nachgefragt, wie groß der Einfluss von Technologien im Sport mittlerweile geworden ist, in welchen Feldern sie eingesetzt wird und was überhaupt ihre Aufgabe ist.

Wo die Technologie im Fußball im Jahre 2025 übernimmt – Ein Überblick

Schaut man sich die Entwicklung des Fußballs in den vergangenen Jahren an, dann hat die Zukunft des Fußballs de facto bereits vor einigen Jahren begonnen. Es gibt praktisch kaum noch einen Bereich im Profifußball, in dem nicht irgendwo eine Form von top modernen Analyse- oder Auswertetools zum Einsatz kommt. Besonders folgende Bereiche werden heute stark von Big Data im Fußball bestimmt oder durch anderweitige technische Hilfsmittel zumindest stark unterstützt:

  • Die Leistungsdiagnostik
  • Die Belastungssteuerung
  • Der Sportmedizin
  • Die Ernährungswissenschaft
  • Das Scouting
  • Den Transfervorbereitungen
  • Den Trainingsanalysen
  • Dem VAR
  • Den Spielvorbereitungen bzw. den Gegneranalysen
  • Den Live Spielanalysen
  • Den taktischen Vorgaben
  • Der individuellen Spieleranalyse

In jedem dieser Bereiche spielen technische Hilfsmittel mittlerweile eine bedeutende Rolle im modernen Fußball. Mal sind sie ziemlich offensichtlich im Einsatz wie etwa im Falle des VAR bei Abseits- oder Torentscheidungen. Mal werden sie für die Öffentlichkeit im Verborgenen wie etwa bei den Spielanalysen genutzt. In den nächsten Abschnitten werden wir sie daher ein wenig genauer unter die Lupe nehmen.

Globale Digitalisierungstrends im professionellen Fußball

Rund um den modernen Fußball hat sich im Laufe der Jahre eine regelrechte technische Industrie gebildet. Während Daten in anderen Sportarten wie etwa beim Tennis oder im US-Sport Baseball sowie American Football seit jeher eine besonders wichtige Rolle spielten, sind sie im Fußball erst seit rund zehn Jahren zu einer tonangebenden Angelegenheit geworden. 

Sie werden heute etwa von Trainern, Scouts oder Teamärzten genutzt, ausgewertet und gesammelt. Die Datenerhebung ist dank moderner Technik ebenfalls zu einem Kinderspiel geworden. Um Ihnen den Vormarsch der Digitalisierung im Profifußball weltweit verdeutlichen zu können, haben wir beispielhaft drei Bereiche ausgewählt:

Bereich im FußballWie werden die Daten erhoben?Zu welchem Zweck werden sie eingesetzt?
ScoutingEinholung von Daten sowie Informationen bei unabhängigen Dienstleistern. Daten werden von der eigenen Scoutingabteilung gesammeltSpielerbeobachtung, Bewertung von potenziellen Neuzugängen 
Taktische Analyse des GegnersStatistiken, SpielbeobachtungVorbereitung auf ein Spiel, finden der Stärken und Schwächen einer gegnerischen Mannschaft oder einzelner Spieler des Gegners
TrainingSpezielle Westen, Apps, Smartphones, Laptops, TabletsBelastungssteuerung, Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit, Analyse der Stärken und Schwächen der eigenen Spieler

Big Data und moderne Analysetools im Fußball

Kein Bereich im Fußball ist derart auf Fußballdaten und Statistiken angewiesen wie das Scouting. Immer mehr Geld wird in den Fußball gepumpt und dies treibt die Ablöseforderungen der Vereine sowie die Gehalts- und Beraterhonorarforderungen der Spielerseiten in die Höhe. Die Folge für die an einer Verpflichtung interessierten Klubs ist daher, dass sie für Neuzugänge immer höhere Summen aufrufen müssen. Fehlgriffe können sich viele Vereine daher kaum noch leisten. 

Die Herausforderung an dieser Stelle ist das Sammeln von Daten. Genau hier kommen die vereinseigenen Scouts ins Spiel. Sie waren mitunter rund um den Globus verstreut in den Stadien unterwegs und haben Spieler beobachtet, bewertet, haben eine Verpflichtung empfohlen oder eben nicht empfohlen. Für die Vereine war all dies mit einem immensen Kostenaufwand verbunden, Flüge, Hotels, Tickets zu den Spielen, Mietwagen und mehr mussten schließlich bezahlt werden. 

Heute hat sich die Technologie bei Fußballspielen im Scouting wie kaum in einem anderen Bereich durchgesetzt. Drittanbieter wie etwa Hudl Wyscout übernehmen die Spielerbeobachtung, sammeln Daten, werten diese aus und stellen ihre Datenbanken anschließend den Vereinen gegen eine Gebühr zur Verfügung. 

Die Bereiche KI, maschinelles Lernen sowie automatisierte taktische Analysen

Würde man sich heute mit alten Haudegen wie Mario Basler, Jürgen Kohler oder den Real Legenden über den Einsatz von maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz oder automatisierten taktischen Analysen unterhalten, dann bekäme man vermutlich entweder Gelächter zu hören oder würde Stirnrunzeln ernten. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Fußball ist für moderne Trainer wie Julian Nagelsmann jedoch zu einer absoluten Selbstverständlichkeit geworden.

KI ist jedoch mittlerweile noch so viel mehr als nur ein hilfreiches Analysetool. Zwar ist KI für die Spielanalyse unverzichtbar, beim 1. FC Nürnberg wird sie jedoch beispielsweise eingesetzt, um die Worte des Trainers Miroslav Klose mithilfe spezieller Kopfhörer in verschiedene Sprachen zu übersetzen. Besonders interessant ist hierbei das Zusammenspiel von Big Data und KI. 

Hier haben wir es praktisch mit einer Automatisierung im Fußball zu tun. Kameras fangen beispielsweise das Spielgeschehen ein, Positionspunkte auf dem Spielfeld helfen dabei, die Laufleistung der Spieler zu ermitteln und all diese Daten werden von KI in Sekundenschnelle ausgewertet. Genau an dieser Stelle setzt zudem maschinelles Lernen im Fußball an, denn es ermöglicht etwa hoch präzise Angaben wie die Spitzengeschwindigkeit eines Spielers zu ermitteln.

Der VAR sowie die weiteren Technologien im Schiedsrichterwesen

Aber auch für die Schiedsrichter hat sich einiges verändert. So wurde zwar bereits vor Jahren das VAR-System eingeführt, allerdings wurden in den vergangenen Jahren auch so manche Regeländerung umgesetzt. Neue Technik wurde darüber hinaus nach und nach eingeführt, sodass man dem Videohilfssystem (VAR) durchaus ein Zwischenzeugnis ausstellen kann. Zur Wahrheit gehört hier jedoch auch, dass der VAR immer wieder im Zentrum der Kritik steht.

Die Technologie für die Schiedsrichter sollte das Spiel fairer und die Entscheidungsfindung transparenter machen. Ob dies tatsächlich auch gelungen ist, darüber streiten sich nach wie vor die Geister bzw. Experten. Wie VAR den Fußball verändert, bekommen wir jedoch heute bei nahezu jedem Spiel zu sehen. Von den großen Spielen in der Champions League über Welt- und Europameisterschaften sowie auf nationaler Ebene – der VAR ist überall im Einsatz. 

Fußball 2025: Neue Technologien bestimmen längst den Trainingsalltag

Als vor einigen Jahren die ersten komisch nach einem BH aussehenden Trainingsleibchen auf die Trainingsplätze der Bundesligisten einzogen, staunte so mancher Fan nicht schlecht. Schnell wurden Fragen laut, was es damit auf sich habe. Heute gehören diese Shirts praktisch zur Standardtrainingsausrüstung. Sie liefern wertvolle Daten, die von den Athletik- oder Fitnesstrainern im Anschluss an eine Einheit ausgewertet werden.

Eine noch ziemlich neue Errungenschaft beim Thema Training und Technologie im Fußball sind die „digitalen Zwillinge“. In anderen Sportarten gehören sie beispielsweise bereits seit langem zum Trainingsalltag. Läufer laufen etwa gegen einen digitalen Gegner, Radfahrer treten ebenfalls gegen einen digitalen Konkurrenten an. Fußballern geht es hierbei darum, bestimmte voreingestellte Parameter zu übertreffen. Dazu kann unter anderem etwa eine bestimmte Laufleistung im Training oder das Erreichen einer bestimmten Sprintgeschwindigkeit gehören.

Ein Ausblick auf die Technik im Fußball der Jahre 2025 bis 2030

Die Zukunft hat bereits begonnen und das wird insbesondere bei der Spielgeschwindigkeit und Technologie im Fußball ersichtlich. So wurden beispielsweise bereits Sensoren in den Bällen erfolgreich erprobt, sodass „smarte“ Bälle zukünftig das Spiel bis auf den letzten Zentimeter (Tor oder nicht? Abseits oder nicht) entscheiden können. Aber auch die medizinischen Abteilungen könnten von neuen Impulsen profitieren.

So arbeiten die Trikothersteller bereits intensiv daran, Biosensoren in das Gewebe einzuarbeiten. So können die Teamärzte Live Daten wie den Puls, die Atmung oder den Wasserverlust durch Schwitzen erhalten und entsprechend darauf reagieren. Eine Ergebnisvorhersage im Fußball ermöglichen Smart Schuhe zwar nicht, dafür helfen sie den Ausrüstern, spielerspezifisch individuelle Anpassungen wie etwa bestimmte Sohlen mit mehr oder weniger Dämpfung zur Verfügung stellen zu können.

Der Einfluss von Technologien auf den Sport: Unser Fazit

Hört man sich bei den Fans um, dann stößt der immer größer werdende Einfluss der technischen Innovation im Sport nicht unbedingt auf Gegenliebe. Viele wünschen sich eine Zeit ohne die Revolution im Fußballschiedsrichterwesen: VAR oder Tablets am Spielfeldrand zurück. Bei ihnen dürfte die Enttäuschung deshalb groß sein, denn der Einfluss von KI, maschinellem Lernen, smarter Ausrüstung etc. wird eher noch zu als wieder abnehmen. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass auch Anpassungen oder Regeländerungen diesen Trend zukünftig zumindest etwas in die Schranken weisen.