Start INTEGRATION Wien: Aus diesem Land stammen die meisten Kinder mit Migrationshintergrund
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Wien: Aus diesem Land stammen die meisten Kinder mit Migrationshintergrund

KINDER_KINDERGARTEN
(GOTO: iStock)

Laut dem Integrationsbericht haben rund 61,6 Prozent der Kinder in Wien eine nichtdeutsche Umgangssprache.

Heute hat Integrationsministerin Susanne Raab den Integrationsbericht vorgestellt und neue Schritte präsentiert. Dieser zeigt die Auswirkungen der Pandemie auf Menschen mit Migrationshintergrund. So waren etwa ausländische Beschäftigte coronabedingt stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Österreicher und hier besonders Frauen. Die Abschottung hat bis heute negative Folgen für die Gewaltgefährdung von Frauen.

Jeder Vierte mit Migrationshintergrund:
Wie weitere Fakten und Zahlen des Berichts zeigen, hatte 2020 fast jeder Vierte in Österreich einen Migrationshintergrund (2,14 Millionen Menschen). Am 1.1.2021 wohnten 1.531.300 Menschen mit nicht österreichischer Staatsangehörigkeit, das sind 17,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Asylanträge gestiegen:
Die größten Gruppen sind Deutsche (209.000), gefolgt von Rumänen (132.000) und Serben (122.000) Staatsangehörigen. In Österreich wurden 2020 rund 14.775 Asylanträge gestellt. Das ist ein Anstieg von 1.900 oder 14,7 Prozent im Gegensatz zu 2019.

In Kindergärten haben 29,6 aller Kinder einen Migrationshintergrund. In den Schulen haben 26,8 Prozent (299.900) eine nichtdeutsche Umgangssprache.

Über 50 Prozent der Schüler in Wien mit nichtdeutscher Umgangssprache:
Am höchsten ist der Anteil an nichtdeutscher Umgangssprache in österreichweiten Sonderschulen (40,3 Prozent oder 5.800 Schüler), Polytechnischen Schulen (35,6 Prozent, 5.600) und in der NMS (33,3 Prozent, 68.600), während ihr Anteil in Berufsschulen (18,4 Prozent, 21.500), in der AHS (21,0 Prozent, 44.800) sowie in der BHS (28,5 Prozent, 29.000) am wenigsten ist.

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund ist am höchsten in der NMS (76,6 Prozent oder 25.400 Schüler), gefolgt von Polytechnischen Schulen (75,2 Prozent, 1.900) und Sonderschulen (63,4 Prozent, 2.200).

Quellen: heute