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WM in Katar: So werden Österreichs Fußballfans dabei sein

FOTO: Pexels / Markus Spiske CCO Public Domain

Schon seit Längerem ist klar, dass die österreichische Nationalmannschaft nicht bei der WM 2022 in Katar auflaufen wird. Dies hat die Euphorie auf das bevorstehende Großereignis natürlich getrübt und dafür gesorgt, dass viele Österreicher sich bereits im Vorfeld gegen eine minuziöse Verfolgung der Ereignisse entschieden haben. Bei Fußballfans im ganzen Land ist das Interesse natürlich nach wie vor groß, auch wenn hier von verschiedensten Seiten Kritik kommt.

Nur ein Viertel will die WM eng verfolgen

Die FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2022 in Katar wurde häufig kritisiert und sowohl von Fußballfans als auch von einigen Profis und Teams selbst infrage gestellt. Dass die Euphorie nicht ganz so groß ist, zeigt auch eine Umfrage eines Meinungsforschers in Österreich. Laut dieser wollen nur rund 24 Prozent der Befragten die Weltmeisterschaft näher verfolgen. Für eine weltweit präsente und ansonsten auch sehr beliebte Veranstaltung nun doch ein etwas maues Ergebnis. Grund dafür könnten vor allem die anhaltenden negativen Berichte rund um die Menschenrechtssituation in Katar sein. 86 Prozent gaben in der Umfrage an, von der Thematik gehört oder gelesen zu haben. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben sogar an, dass sie einen vollständigen Boykott der Weltmeisterschaft befürworten würden. Trotz der eher zurückhaltenden und negativen Stimmung vor dem Fußballereignis gibt es natürlich auch in Österreich zahlreiche Menschen, welche die WM verfolgen werden. Doch auch hier herrschen häufig gemischte Gefühle. Der Fußball hat einen zentralen Platz im Leben vieler Personen, die auf eine Veranstaltung wie die Weltmeisterschaft natürlich nicht verzichten möchten. Ein etwas bitterer Beigeschmack bleibt aber letztendlich bei vielen Fußballfans zurück.

Fußball wird digitaler

Der Fußball ist in den letzten Jahren besonders digital geworden. Spiele lassen sich von überall aus und zu jeder Zeit verfolgen und können zudem auch noch in Highlights zusammengefasst auf Plattformen im Netz gefunden werden. Auch das Spiel selbst wurde digitalisiert. VAR und Abseits-KI sorgen für verbesserte Fairness dank Digitalisierung. Dies kam zwar nicht bei jedem Fan gut an, die digitale Interaktion mit dem Fußball ist in den vergangenen Jahren aber enorm angestiegen. Spieler werden über soziale Medien greifbar, Statistiken lassen sich einfach über Apps abrufen. Dabei drängt sich vor allem auch ein digitaler Sponsor auf. Denn immer mehr Sportwetten-Anbieter sind im Fußball präsent und sponsern Mannschaften und ganze Wettbewerbe. Österreicher platzieren ihre Wetten dabei neben den einheimischen Wettanbietern am liebsten bei den renommierten Anbietern für Sportwetten in der Schweiz. Die Traditionsunternehmen mit Sitz in der Schweiz überzeugen vor allem durch eine große Vielfalt an Wettoptionen. Im Gegensatz zu Österreich ist die Schweiz in Katar selbst vertreten. Mit Kamerun, Brasilien und Serbien wartet eine durchaus machbare Gruppe auf unsere Nachbarn, doch auch die Buchmacher des Landes sehen die Schweiz eher als einen Überraschungstipp an – Brasilien und Frankreich sind als die wahrscheinlichsten Sieger auserkoren.

ORF zeigt Livefußball und Rahmenprogramm

Die meisten Fußballfans werden die Weltmeisterschaft in Katar zuhause vor dem eigenen Fernseher verfolgen. Bei Sportereignissen hat sich in der Vergangenheit jedoch der Trend dazu entwickelt, dass Inhalte oft nur über Bezahlsender live verfolgt werden können. Die Weltmeisterschaft stellt hierbei eine Ausnahme dar. Denn der ORF bietet das volle Programm aus Katar und wird neben einem Begleitprogramm auch viele sportliche Highlights bieten. Insgesamt werden 39 der 64 Spiele live übertragen. Darunter befinden sich natürlich das Eröffnungsspiel sowie das Finale. Durch die immer größer werdende Bedeutung von sozialen Medien, werden sich aber vor allem auch Kurzfassungen und bestimmte Szenen auf YouTube, TikTok, Facebook und Instagram finden lassen. Durch die weltweite Wahrnehmung des Fußballs bieten zahlreiche Plattformen eine Möglichkeit, um Interessenten zu erreichen und somit auch das eigene Wachstum auf jenen Plattformen zu steigern.

FOTO: Pexels / Mike CCO Public Domain

Public Viewing wird im Winter kein Publikumsmagnet

Auch aufgrund des Durchführungszeitraumes stand die WM 2022 bereits in Kritik. Während im Austragungsland Katar nach wie vor tropische Temperaturen jenseits der 30 Grad herrschen, und die Stadien klimatisiert werden müssen, herrscht in Österreich kaltes Winterwetter. Zum ersten Mal werden Christkindlmärkte und die Fußball-WM aufeinandertreffen. Ein Paar, das sich nicht wirklich verträgt. Denn mit der Weltmeisterschaft wurden bisher immer warme Sommertage assoziiert, die zum Public Viewing in Parks oder Stadien eingeladen haben. Einzelne Locations und Veranstalter haben allerdings angekündigt, trotzdem in dieser Hinsicht aktiv werden zu wollen. Wer den Winterfußball trotz aller Widrigkeiten mit anderen Fans verfolgen möchte, muss sich wohl oder übel mit Innenräumen begnügen. Bars, Lokale und Pubs bieten eine warme und gemütliche Atmosphäre und die Möglichkeit, Live-Fußball während der Weltmeisterschaft mit anderen Fans zu feiern. Für einzelne Spiele werden möglicherweise auch Hallen zur Verfügung gestellt werden. Von offizieller Seite – wie den Städten – gibt es hierzu nach wie vor nicht allzu viele Informationen.

Fazit

Die Fußball WM 2022 in Katar wird außergewöhnlich, polarisierend und definitiv anders. Während die Gesellschaft in Österreich sich immer mehr an Menschenrechts- und Klimaschutzbewegungen orientiert, werden in Katar eben diese wichtigen Aspekte kritisiert. Auch die Austragung im Winter dämpft die allgemeine Vorfreude. Doch trotz des Fehlens der österreichischen Nationalmannschaft wird die WM ein absolutes sportliches Highlight, das von zahlreichen Fans auf der ganzen Welt und natürlich auch in Österreich verfolgt werden wird.

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