„Ich bin kein Katholik mehr, da die Kirche der verlängerte Arm der...

„Ich bin kein Katholik mehr, da die Kirche der verlängerte Arm der Rechten ist.“

171
ivan-pernar-2
(FOTO: Facebook)

Der Abgesandte im kroatischen Parlament Ivan Pernar, veröffentlichte kürzlich, dass er aus der Kirche austreten wird, da er ihre politische Einstellung nicht teilen kann und möchte.

„Ich bin weder mit ihrer politischen Botschaft, noch mit der religiösen Lehre, wie dem Eheverbot für Geistliche, Abtreibung, der Unfehlbarkeit des Papstes und dass Priester Sünden vergeben können, einverstanden“, so Pernar auf Facebook.

Auch die Tatsache, dass er bei den Weihnachtsfeierlichkeiten der serbisch-orthodoxen Kirche, bei den katholischen jedoch nicht anwesend war, sorgte für einiges an Furore in Kroatien.

„Gründe gibt es viele, allerdings waren zwei entscheidend: Zum Fest wurde ich von ihren Geistlichen eingeladen. Eine Einladung seitens der katholischen Kirche habe ich niemals erhalten, weshalb ich mich nicht eingeladen fühlte“, erklärte der junge Politiker.

LESEN SIE AUCH: Kroatisches Parlament hebt Immunität Ivan Pernars auf

Der kroatische Sabor hat nach einer langen Diskussion während einer der letzten Sitzungen entschieden, dass sich der junge polarisierende Politiker Pernar vor Gericht verantworten muss.

Der zweite Grund sei jener, dass die kroatische katholische Kirche im Dienste der stark nationalkonservativen Kroatische Demokratische Union (Hrvatska Demokratska Zajednica – HDZ) stünde. Pernar ist der Meinung, dass genau jene rechte Partei Kroatien zerstören würde:

„Die katholische Kirche ist die verlängerte Hand der HDZ und solange diese Einfluss auf einen großen Teil unseres Volkes hat, wird die HDZ Wahlen gewinnen. Wenn die kriminelle Organisation weiterhin Wahlsieger wird, wird das kroatische Volks weiterhin unser Land verlassen. Uns, die wir hier verbleiben, erwartet ein nackter Überlebenskampf unter immer heftigeren Bedingungen. Daher wird die HDZ, welche ausländischen Mächten und Interessen dient, auch weiterhin unser Land bis zum letzten Stein verkaufen und all dies im Namen der großen kroatischen Heimatliebe“, so der kroatische Politiker im Interview für „Index.hr“.

Er fügte zudem hinzu, dass die serbisch-orthodoxe Kirche kein Interesse daran hätte, die Kroatische Demokratische Union an die Macht zu bringen und sich nur mit Glaubensfragen und nicht jener politischer Natur beschäftige. „Dies kann man über die katholische Kirche nicht sagen.“

Sein Post auf Facebook rief sowohl positive als auch negative Reaktionen hervor. Er reagierte in noch einem Post auf all jene Kommentare derer, die ihn als serbischen Kommunisten bezeichnen.