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Sicherheitsbedenken

Anschlagspläne auf EM 2024: Sprengstoff-Drohnen sollen zum Einsatz kommen

Anschlagspläne auf EM 2024: Sprengstoff-Drohnen sollen zum Einsatz kommen
(FOTO: stadtwienmarketing)
3 Min. Lesezeit |

Ein ganzes Land bereitet sich vor, die Welt schaut hin: Vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024 findet in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft statt, bei der die besten Nationalmannschaften des Kontinents in zehn Stadien um die Krone des europäischen Fußballs kämpfen. Doch abseits der Spielfelder richtet sich die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auf eine ganz andere Herausforderung. Der Islamische Staat (IS), hebt die Bedrohungslage auf ein neues Level.

Terrorismus ist keine neue Bedrohung bei Großveranstaltungen, doch die Methoden verändern sich. Während früher vor allem Selbstmordattentate das Bild prägten, warnen Experten des Internationalen Zentrums zur Terrorismusbekämpfung (ICCT) vor dem Einsatz von Drohnen als Waffe. Angriffe aus der Luft, die eine gefährliche Kombination aus Fernsteuerung und explosiven Ladungen darstellen konnten, sind keine Fiktion mehr. Beobachter berichten, der IS sei in der Benutzung von Drohnen geübt und habe diese bereits für Propagandazwecke verwendet.

Gefährliche Ableger ISPK

Entgegen der Annahme, nur Eingeweihte würden den ISPK kennen, hat ein Anschlag auf eine Moskauer Konzerthalle die Miliz einem internationalen Publikum vorgestellt. Diese Gruppe wurde 2014 als Seitenarm des IS anerkannt und etablierte sich schnell in Afghanistan, nämlich in den nordöstlichen Provinzen Nangarhar und Kunar. Sie arbeiten daran, die Taliban als unfähig zu diffamieren, die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Sogar in Europa hat der ISPK Anhänger, wie Ermittlungen im Zusammenhang mit geplanten Anschlagen auf den Wiener Stephansdom und den Kölner Dom zeigen.

Drohnen als Waffe

Die CIA und der ICCT geben zu bedenken, dass die Terrormiliz über eigene Drohnen, Munition und die notwendige Technologie verfügt und den Einsatz solcher Fluggerate plant. Die IS-Strategie sieht vor, eine Vielzahl kleiner Drohnen zu nutzen, die Granaten oder selbstgemachte Sprengsatze transportieren können. Diese könnten dann an Orten eingesetzt werden, an denen viele Menschen zusammenkommen, etwa vor und in Stadien sowie in Public-Viewing-Zonen.

Drohnenabwehr

In Österreich, wo die Terrorwarnstufe bereits hoch ist, bereitet man sich in allen Landeshauptstädten mit Ausnahme von Salzburg mit Fanzonen auf das Sportereignis vor. Die heimischen Sicherheitsbehörden sind sich sicher: Österreich steht ebenso im Fokus des IS und ISPK wie Deutschland, Frankreich, Belgien und Schweden. Die Anti-Terroreinheit Cobra ist mit speziellen Geräten ausgerüstet, um potenziell gefährliche Drohnen abfangen zu können. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) ist gewarnt und vorbereitet, doch zu Details ihrer Strategie äußern sie sich aus taktischen Gründen nicht.

Quelle: Public Viewing Vienna, Rathaus

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KO KOSMO-Redaktion
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