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Geheimdiplomatie

„Ich werde dich nicht anrufen“: Vučić spricht über Versprechen an Putin

„Ich werde dich nicht anrufen“: Vučić spricht über Versprechen an Putin
Foto: epa/Boris Pejovic
2 Min. Lesezeit |

Ein Versprechen an Wladimir Putin und ein Telefonat, das bis heute ausblieb: Aleksandar Vučić hat am Freitagabend neue Details über Serbiens Umgang mit möglichen Sanktionen gegen Russland öffentlich gemacht.

Bei einer Veranstaltung in Kragujevac schilderte Serbiens Präsident ein Gespräch mit Wladimir Putin, das nach seinen Angaben vor rund viereinhalb Jahren stattgefunden hatte. Im Mittelpunkt stand die Frage, unter welchen Umständen Serbien Sanktionen gegen Russland verhängen würde.

Versprechen an Putin

Vučić zufolge machte er dem russischen Präsidenten damals deutlich, dass er ihn nur in einem einzigen Fall anrufen werde: wenn der Druck auf Serbien so groß werde, dass das Land Sanktionen gegen Russland verhängen müsse.

„Ich werde dich nicht anrufen, außer ich muss Sanktionen verhängen“, zitierte Vučić seine damaligen Worte. Das würde bedeuten, dass Serbien einem derart starken Druck ausgesetzt sei, dass es diesem nicht mehr standhalten könne.

Zu einem solchen Anruf sei es bis heute nicht gekommen. Bei späteren Telefonaten und persönlichen Treffen habe Putin ihm deshalb wiederholt gesagt: „Ich bin zufrieden und glücklich, dass du mich nicht angerufen hast“, berichtete Vučić.

Vučić erklärt seinen Kurs

Vučić begründete die bisherige Haltung Serbiens mit politischen, wirtschaftlichen und historischen Faktoren. Er verwies dabei unter anderem auf die Beziehungen zu Russland und auf die Interessen Serbiens.

„Freunden kehrt man nicht den Rücken zu, wenn es ihnen schwerfällt“, sagte Vučić. Zugleich erklärte er, bei seinen Entscheidungen die Interessen der serbischen Bevölkerung berücksichtigt zu haben.

Serbien und die EU-Sanktionen

Serbien ist EU-Beitrittskandidat und wird im Rahmen des Beitrittsprozesses dazu angehalten, seine Außen- und Sicherheitspolitik schrittweise an jene der Europäischen Union anzugleichen.

Belgrad hat sich einzelnen außenpolitischen Entscheidungen der EU angeschlossen, die umfassenden EU-Sanktionen gegen Russland jedoch bislang nicht übernommen. Vučićs Aussagen in Kragujevac beziehen sich auf diese seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verfolgte Linie.

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KO KOSMO-Redaktion
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