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Raketenangriff

EU verhängt Mega-Sanktionen: 1.646 Russen auf der Schwarzen Liste

EU verhängt Mega-Sanktionen: 1.646 Russen auf der Schwarzen Liste
FOTO: EPA/SERGEY DOLZHENKO
2 Min. Lesezeit |

Russlands Angriffe auf die Ukraine fordern Dutzende Todesopfer – darunter Kinder. Europa antwortet mit einem historischen Sanktionspaket.

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind binnen eines Tages mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, rund hundert weitere wurden verletzt. Eingesetzt wurden dabei ballistische Raketen, Marschflugkörper und Shahed-Drohnen.

Besonders schwer traf es die Stadt Pryluky in der Zentralukraine: Ein Raketenangriff forderte dort 19 Todesopfer, darunter fünf Kinder. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit scharfen Worten auf die Angriffe, die ausgerechnet auf den Geburtstag von Wladimir Putin fielen.

„Putin hat sich zum Geburtstag den Mord an Kindern und Menschen geschenkt“, erklärte er. Russlands Vorgehen gefährde nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa und den Westen, warnte Selenskyj. Jede Lockerung der Sanktionen gegen Moskau sende das falsche Signal – nämlich jenes einer schleichenden Normalisierung des Krieges.

„Putin kann weiterhin Öl verkaufen. Krieg ist seine Natur, seine Ideologie“, so der ukrainische Präsident.

EU weitet Sanktionen aus

Die EU reagierte mit einer deutlichen Ausweitung ihrer Strafmaßnahmen: 1.646 weitere Einrichtungen und Personen wurden in die Sanktionsliste aufgenommen, darunter Unternehmen und Institutionen aus dem russischen Militär-Industrie-Komplex, die an der Entwicklung von Raketensystemen wie dem Iskander beteiligt sind, sowie Drohnenhersteller, Werften und 77 russische Politiker, die in besetzten Gebieten kandidiert hatten.

Die formelle Verabschiedung durch die EU-Außenminister ist für kommenden Montag geplant.

Russlands Diesel-Stopp

Parallel dazu hat Russland den Diesel-Export gestoppt – eine Maßnahme, die den ohnehin angespannten globalen Energiemarkt weiter unter Druck setzt. Zu den bestehenden Verwerfungen, die unter anderem auf den Konflikt im Iran zurückzuführen sind, kommt nun ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu.

Die EU berät derzeit über Wege, dem drohenden Engpass entgegenzuwirken.

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KO KOSMO-Redaktion
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