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12-Stunden-Tag ablehnt: Frau wird AMS-Geld gestrichen

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(FOTO: iStock)

Eine Arbeitslose hätte für 12 Stunden als Küchenhilfe am Tag arbeiten sollen. Die Frau lehnte diese Arbeitsstelle ab und deswegen wurde ihr die Notstandshilfe gestrichen.

Die 55-Jährige hat zwanzig Jahre Arbeitserfahrung in der Gastronomie. Die gelernte Küchenhilfe war bereits sechs Jahre auf Jobsuche. Bei ihrem letzten Bewerbungsgespräch sagte sie, dass sie keine 12 Stunden arbeiten wolle. Daraufhin wurde ihr die Notstandshilfe gestrichen. Jetzt hat die AK für die Arbeitnehmerin eine erfolgreiche Nachzahlung erstritten. “Wir wollen Armut abschaffen und das Arbeitslosengeld erhöhen, statt Menschen in unzumutbare Jobs zu drängen!”, so AK Präsidentin Renate Anderl.

750 Euro im Monat:
Die Frau bekommt rund 750 Euro im Monat und sucht verzweifelt in ihrer Branche nach einem Job. Die Stellenanzeige bekam die Arbeitslose vom AMS, doch im Protokoll stand, dass sie die Stelle abgelehnt hat. Grund: „Weil zu viel Arbeit ist”. Aus dem Grund hat ihr das AMS umgehend die Notstandshilfe für sechs Wochen gestrichen. Die 55-Jährige beschwerte sich umgehend bei der Arbeiterkammer Wien und suchte um Verständnis und Rechtsschutz. Nun entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass das AMS ihr das Geld nachzahlen muss.

Arbeitsrecht:
“Der Fall sagt viel über den Umgang mit Menschen aus, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und dann von der Wirtschaft einfach ausgespuckt werden, weil viele Betriebe meinen, dass man mit über 50 zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Die Daumenschraube bei den Arbeitslosen anzuziehen, bringt keinen einzigen zusätzlichen Job, sondern erhöht nur den Druck auf all jene, die Arbeit haben. Wenn bestimmte Branchen keine Arbeitskräfte finden, dann sollten wir uns die Arbeitsbedingungen genauer anschauen. Es braucht Sanktionen für Firmen, die sich nicht an Arbeitsrecht halten.”, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

Quelle: Heute-Artikel

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