Erinnert ihr euch noch an den Morgen, an dem ihr erfahren habt, dass ihr zum ersten Mal schwanger seid? Ich erinnere mich noch bis ins kleinste Detail. Von dem Plus auf dem Test bis hin zu den ersten Sachen, die wir für das Baby gekauft haben. Vor allem aber erinnere ich mich an die ersten Geschenke meiner Liebsten. Unter diesen Geschenken befanden sich auch Socken, denn wie sollte ein Baby ohne Socken überleben?

Ich erinnere mich, dass ich sie wusch und ganz geschockt dachte, dass wir jetzt wirklich so kleine Babysöckchen würden pflegen müssen und dass ich sie bestimmt alle verderben würde. Aber ihr wisst, wie das bei uns in der Region und bei unserem Volk so ist: Alles kommt von den Füßen, und wenn das Baby keine Socken hat, dann läuft ihm sicher deswegen die Nase!
Neun Monate später kam unsere erste Tochter auf die Welt. Sie wurde größer und zeigte mit jedem Tag mehr von ihrem trotzigen Charakter. Ihr kennt das: Ihr zieht ihr Socken an, sie zieht sie wieder aus. So lange, bis ich versucht habe, herauszufinden, was hinter diesem starrköpfigen Sockenausziehen bei Babys steckt.
Babys mögen Socken nicht, weil sie mit ihren kleinen Zehen auf Erkundung gehen. Sie fühlen sich unwohl und eingezwängt und wünschen sich Freiheit für ihre Füße. Daher werdet ihr mehr Babys sehen, die ihre Socken ausziehen, als Babys, die es ruhig zulassen, dass ihre Füße und Zehen eingesperrt werden. Und wenn wir ihre Füße einsperren, dann haben wir damit auch ihr Zentrum für Gleichgewicht und Koordination verschlossen. Vor allem, wenn das Baby zu laufen oder zu krabbeln beginnt.
Man sagt, dass sich Babyfüße nach der Geburt von selber mit einer fettigen Schicht bedecken, die die Muskeln und Knochen der Füße schützt. Dieser Schutz ermöglicht es ihnen, ohne Angst die ersten Schritte zu wagen. Nackte Füßchen bedeuten auch Kontrolle über ihren Körper. Und die ist auch für die späteren motorischen Fähigkeiten wie Springen, Laufen, Treppensteigen, das Überwinden von Hindernissen und das Klettern im Park wichtig.
Meine beiden Töchter sind immer barfuß, denn ich weiß, wie viele Vorteile ein nackter Fuß bringt. Wir waren mehrfach in der Situation, dass wir gefragt wurden, warum unser Baby keine Socken trägt, und versichert wurde, wir modernen Mamas seien weit von einer guten Erziehung entfernt, wenn wir unseren Kindern so etwas erlaubten. Ich würde sagen, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Nein, das Kind wird nicht krank, weil es mit nackten Füßen auf Beton oder auf dem Boden des Parks läuft. Das ist das erste Argument, das die älteren Generationen gegen die nackten Füße anführen.
Nein, es wird auch nichts Schreckliches passieren, wenn es mit nackten Füßen im Sand spielt. Und es wird sich nicht verletzen, wenn es mit nackten Füßen läuft oder auf einen Baum klettert. Nein, die Mama hat nichts falsch gemacht, wenn ihr Kind barfüßig ist, also Schluss mit solchen Fragen!
Und wenn uns das Baby deutlich anzeigt, dass es die Socken stören, dann lasst es barfuß sein! Behindert es nicht und kauft keine Schuhe, die den Gang des Kindes beeinflussen. Denn in Wirklichkeit führen solche Käufe zu Plattfüßen und Untersuchungen haben gezeigt, dass 60 % aller Kinder unter sieben Jahren an Plattfüßen leiden! Lassen wir sie barfuß gehen und die verschiedenen Untergründe unter ihren Füßen spüren! Lassen wir uns von ihnen zeigen, was sie stört, und behindern wir sie nicht in ihrer Entfaltung und ihrer Entwicklung, nur weil das Wetter etwas kälter ist! Und vor allem sollten wir unser Kind nicht deswegen einschränken, weil uns ältere Leute sagen, dass wir ihnen Socken anziehen müssen!
Gibt es irgendetwas Süßeres als Babyfüße? Warum sollten wir sie dann in Socken verstecken, wenn sie doch nur so kurze Zeit so klein und süß sind?
Autorin: Andrea Bešić
Andrea Bešić (28) Content Creator und Absolventin zur Montessori-Pädagogin
Ihr Wissen, das sie durch eine Montessori-Ausbildung erworben hat, teilt Andrea uneigennützig auf ihrem Instagram-Profil, das seit Jahren zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden ist, auf der sehr nützliche Informationen über Schwangerschaft, Geburt, das mentale Wohlbefinden von Müttern, aber auch allgemein über die Erziehung von Kindern zu finden sind.
Andreas Ratschläge, die im Alltag mit Kindern hilfreich sein können, finden Sie auf ihrem Instagram-Profil unter dem Namen andreabosnjakova.