Ein Fund im Februar war erst der Anfang. Monate später schlagen Zollfahnder in Niederösterreich zu und treffen sieben Männer auf frischer Tat.
Zollfahnder sind einem professionell organisierten Schmugglernetzwerk auf die Spur gekommen, das Zigaretten nach Österreich einführte. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen, große Mengen an Tabakwaren sichergestellt. Die Justiz ist eng in die weiteren Ermittlungen eingebunden.
Der Abgabenschaden beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Bei Zugriffen an zwei Orten in Niederösterreich beschlagnahmten die Einsatzkräfte im Juli mehr als 6,6 Millionen Zigaretten.
Sieben Männer aus Algerien, Syrien und Rumänien wurden dabei auf frischer Tat angetroffen. Zwei der Festgenommenen kamen in Untersuchungshaft.
Monatelange Ermittlungen
Den Anfang nahmen die über Monate laufenden Ermittlungen mit einer Sicherstellung im Februar. Im Zuge laufender Erhebungen beschlagnahmten Beamtinnen und Beamte damals mehr als 400.000 Zigaretten. Die Ware war nach Österreich gebracht worden und sollte weiterverkauft werden.
Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien gelang es in der Folge, weitere Verdächtige auszuforschen und zwei geplante Lieferungen ausfindig zu machen. Danach rückten die Einsatzkräfte an fünf Standorten zu Hausdurchsuchungen aus und stellten dabei weitere Tabakwaren sowie Beweismittel sicher.
Politische Reaktion
Zum Einsatz äußerte sich Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl: „Ich gratuliere unseren Zollbediensteten zu diesem Rekordaufgriff. Mit großer Aufmerksamkeit, Professionalität und konsequenter Ermittlungsarbeit ist es ihnen gelungen, den im großen Stil angelegten Zigarettenschmuggel aufzudecken. Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, wie wichtig die Arbeit unserer Zollfahndung ist – für mehr Sicherheit, einen fairen Wettbewerb und die konsequente Bekämpfung von Abgabenbetrug.“
Wer rechtskräftig verurteilt wird, muss mit Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Euro und mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen.
Die Zollfahndung ermittelt weiter.