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Impfkrise

Europa in Sorge: Masernfälle explodieren dramatisch

Europa in Sorge: Masernfälle explodieren dramatisch
EPA-EFE/ANNIE RICE
2 Min. Lesezeit |

In Europa explodieren die Masernfälle, warnt die WHO. Besonders Rumänien ist betroffen. Die Impfskepsis während der Pandemie zeigt nun drastische Folgen.

In Europa verzeichnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen besorgniserregenden Anstieg der Masernfälle. Hans Kluge, der Regionaldirektor für Europa, betonte in einer aktuellen Mitteilung: „Die Masern sind zurück.“ Die WHO-Daten zeigen, dass im Jahr 2024 die höchste Anzahl an Masernfällen in Europa seit 27 Jahren registriert wurde. Insgesamt wurden 127.350 Fälle gemeldet, was eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders betroffen war Rumänien mit rund 30.000 Fällen.

Auch im restlichen Europa sind die Zahlen alarmierend. Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) meldete bis zum 25. September 553 Masernfälle, wobei fast 40 Prozent der Betroffenen Kinder unter fünf Jahren waren. Mehr als die Hälfte der Infizierten musste im Krankenhaus behandelt werden, und 36 Todesfälle wurden verzeichnet.

Weltweit wurden im letzten Jahr 359.521 Masernfälle registriert, wobei ein Drittel dieser Fälle auf die WHO-Region Europa entfiel.

Gefährliche Komplikationen

Masern sind weit mehr als eine harmlose Kinderkrankheit. Neben grippeähnlichen Symptomen, hohem Fieber und einem charakteristischen Hautausschlag können schwere Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen auftreten, die lebensbedrohlich sein können. Das Immunsystem wird durch Masern geschwächt, was die Anfälligkeit für andere Infektionen erhöht.

Die Krankheit ist hoch ansteckend, da der Virus durch Tröpfchen in der Luft übertragen wird. Nach einer Infektion erlangt man jedoch eine lebenslange Immunität.

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Impfungen bieten einen effektiven Schutz gegen Masern, auch wenn sie keine lebenslange Immunität gewährleisten. Eine einzelne Impfung bietet einen Schutz von 93 Prozent, der mit zwei Dosen des MMR-Impfstoffs auf 97 Prozent steigt. Um Masern auszurotten, ist laut WHO eine Durchimpfungsquote von 95 Prozent erforderlich.

Impflücken und Skepsis

UNICEF sieht die steigende Zahl der Masernfälle in Europa als Folge nachlassender Impfungen. Regina De Dominicis, UNICEF-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien, wies darauf hin, dass die Masernfälle in den letzten zwei Jahren sprunghaft angestiegen sind, was auf Impflücken hindeutet.

2023 verpassten etwa eine halbe Million Kinder in der WHO-Region Europa die Masernimpfung. Die während der Corona-Pandemie verbreitete Impfskepsis führte zu sinkenden Impfquoten, was nun zu einer Zunahme der Masernausbrüche führt.

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KO KOSMO-Redaktion
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