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Alarm in Wien

Warnung an Bushaltestellen: Fremde mit weißem Kastenwagen verfolgen Schulkinder

Warnung an Bushaltestellen: Fremde mit weißem Kastenwagen verfolgen Schulkinder
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

In Wien-Liesing sorgen derzeit mehrere Vorfälle für erhebliche Beunruhigung unter Eltern. An verschiedenen Bushaltestellen wurden Schulkinder von unbekannten Personen angesprochen und in einigen Fällen sogar verfolgt.

Die Situation in Wien-Liesing spitzt sich zu, nachdem mehrere besorgniserregende Zwischenfälle gemeldet wurden. Die Berichte beschreiben Situationen, in denen wartende Schulkinder von Fremden aus einem weißen Lieferwagen heraus kontaktiert wurden. Zahlreiche Erziehungsberechtigte haben inzwischen Alarm geschlagen.

In der laufenden Woche kam es erneut zu einem Vorfall, bei dem zwei zehnjährige Kinder belästigt wurden. Aus einem Elternschreiben, das aktuell in sozialen Netzwerken kursiert, geht hervor, dass ein Junge und ein Mädchen an der Bushaltestelle in der Rudolf-Zeller-Gasse in Atzgersdorf von Insassen eines weißen VW-Transporters verfolgt wurden. Die Wiener Polizei hat diesen Vorfall inzwischen bestätigt.

Vor etwa drei Wochen ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall an der Haltestelle Mühlbreiten in der Anton-Baumgartnerstraße. Dort wurden zwei Jungen angesprochen und gefragt, ob sie in einen Kastenwagen einsteigen möchten. Vergleichbare Situationen wurden auch von der Breitenfurterstraße beim Atzgersdorfer Park gemeldet, wo ebenfalls allein wartende Kinder mit derselben Frage konfrontiert wurden.

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Verdächtiges Fahrzeug

Den Schilderungen zufolge handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen ausgeblichenen weißen VW-Kastenwagen, möglicherweise ein Crafter-Modell, mit drei Männern südländischen Erscheinungsbilds. Bei dem jüngsten Vorfall sollen die Männer zunächst den Kindern Zeichen gegeben haben, woraufhin einer der Insassen ausstieg und auf die Schüler zuging. Die Kinder reagierten geistesgegenwärtig und versuchten, mit ihren Rollern zu entkommen. Der Mann setzte jedoch die Verfolgung fort, wie aus dem als Warnung verfassten Elternschreiben hervorgeht.

Die Hilferufe der Kinder blieben zunächst unbeachtet. Erst als sie „Feuer“ riefen, wurde eine Familie auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufmerksam und eilte zu Hilfe. Als der Familienvater sein Mobiltelefon zückte, versteckte sich der Unbekannte hinter einem Strommasten, bevor er zum Fahrzeug zurückkehrte. Anschließend flüchteten die drei Personen unerkannt mit dem Transporter.

Polizeiliche Maßnahmen

Die Wiener Polizei nimmt die Vorfälle mit großer Ernsthaftigkeit wahr. Polizeisprecherin Irina Steirer kündigte verstärkte Überwachungsmaßnahmen im Rahmen des regulären Streifendienstes in der betroffenen Gegend und im Umfeld der Schulen an, besonders zu den relevanten Tageszeiten. Sie betonte zudem die Wichtigkeit präventiver Gespräche zwischen Eltern und Kindern, um diese für potenzielle Gefahrensituationen zu sensibilisieren und ihnen angemessene Verhaltensweisen im öffentlichen Raum zu vermitteln.

„Kinder müssen verstehen, dass Kommunikation oder das Mitgehen mit unbekannten Personen zu vermeiden ist“, erläutert Steirer. „Zudem sollten sie lernen, auf sich aufmerksam zu machen und Hilfe zu rufen, wenn sie sich bedroht oder unwohl fühlen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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