Spielspaß statt nur Smalltalk – Instagram revolutioniert seine Direktnachrichten mit integrierten Games. Die neue Funktion soll Nutzer länger im Chat halten.
Instagram erweitert sein Direktnachrichten-System um eine Spielfunktion. Während DMs bisher hauptsächlich für Textnachrichten, Fotos und Sticker genutzt wurden, können Nutzer künftig kleine Spiele direkt im Chat starten. Diese Neuerung folgt auf die kürzlich eingeführte Möglichkeit, selbständig erstellte Zeichnungen zu versenden.
Obwohl offizielle Details noch spärlich sind, zeigen erste Screenshots bereits, dass Nutzer neben den bekannten Kommunikationselementen auch Spiele auswählen können. Das Beispiel „Shovel up!“ ist für Einzelspieler konzipiert, ermöglicht aber das Teilen von Highscores mit Freunden, um einen spielerischen Wettbewerb anzuregen. Der Grundgedanke dieser Funktion: Nutzer sollen länger im Chat verweilen und intensiver miteinander kommunizieren.
Strategische Neuausrichtung
Mit dieser Strategie verfolgt das Unternehmen das Ziel, die App-Nutzung persönlicher und interaktiver zu gestalten. Das Kalkül dahinter ist naheliegend: Wer mehr Zeit im Chat verbringt, kommuniziert mehr und bleibt länger in der Anwendung. Instagram-Chef Adam Mosseri hatte bereits früher die wachsende Bedeutung der Direktnachrichten gegenüber dem klassischen Feed betont. Ein jüngstes Update unterstreicht diese Prioritätenverschiebung: Der Nachrichtenbereich wurde zentral in der App positioniert und ersetzte den bisherigen Erstellungs-Button.
Zukünftige Entwicklungen
Bemerkenswert ist ein kleines Symbol im Spielebereich, das Ähnlichkeiten mit Metas Horizon Worlds (Virtual-Reality-Plattform) aufweist. Dies deutet darauf hin, dass Instagram perspektivisch auch Virtual-Reality-Spiele anbieten könnte – etwa für Besitzer von Metas Quest-Geräten oder den neueren Smart Glasses. Ein konkreter Starttermin für die Spielefunktion steht allerdings noch aus.
Die Integration von Spielen in soziale Netzwerke ist kein Novum. LinkedIn führte 2024 ebenfalls verschiedene Minispiele ein, darunter ein Mini-Sudoku, das in Zusammenarbeit mit den Original-Entwicklern von Nikoli (japanischer Rätselverlag) und dem dreifachen Weltmeister Thomas Snyder entstand.
Auch hier stand die Verlängerung der Verweildauer und die Förderung der Nutzerinteraktion im Vordergrund.