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Chronik

EasyJet-Vorfall mit toter Seniorin – Passagiere erheben schwere Vorwürfen (VIDEO)

EasyJet-Vorfall mit toter Seniorin – Passagiere erheben schwere Vorwürfen (VIDEO)
FOTO: iStock/JaruekChairak/Senohrabek
3 Min. Lesezeit |

Dramatische Szenen auf dem Rollfeld: Eine 89-jährige Britin stirbt im EasyJet-Flieger nach Málaga. Passagiere erheben schwere Vorwürfe gegen die Airline.

Eine 89-jährige Britin verstarb am Freitag an Bord eines EasyJet-Fluges von Málaga nach London-Gatwick. Die Maschine musste daraufhin noch auf dem Rollfeld zur Parkposition zurückkehren, wie die Daily Mail berichtete. Mitreisende erhoben schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft und behaupteten, die Frau sei bereits vor dem Boarding verstorben.

Der Vorfall ereignete sich auf Flug EZY8070, der ursprünglich kurz nach 11.15 Uhr abheben sollte. Mitpassagierin Petra Boddington schilderte in einem Facebook-Video, dass die Maschine noch während des Rollens umkehren musste. Die übrigen Passagiere konnten ihre Reise erst zwölf Stunden später fortsetzen.

In ihrem Video kritisierte Boddington das Bordpersonal scharf: „EasyJet! Was haben sich eure Bodenmitarbeiter heute nur dabei gedacht?“ Sie berichtete, dass Mitarbeiter die Familie der älteren Dame fünfmal gefragt hätten, ob mit ihr alles in Ordnung sei. Dennoch habe man die Frau im Rollstuhl ins Flugzeug gebracht. „Mit bloßem Auge sah sie aus, als sei sie bereits tot“, so Boddingtons Vorwurf.

Die aufgebrachte Passagierin wies zudem auf die Diskrepanz hin, dass alkoholisierte Reisende vom Flug ausgeschlossen wurden, während eine offensichtlich reglose Person problemlos an Bord gehen durfte. Der Vorfall habe den Reiseplan aller Fluggäste erheblich durcheinandergebracht.

Zeugenaussagen

Auch eine weitere Mitreisende meldete sich zu Wort: Tracy-Ann Kitching, ebenfalls 89 Jahre alt, saß nur wenige Reihen vor der Verstorbenen und zeigte sich überzeugt, dass die Frau bereits beim Boarding nicht mehr am Leben war.

Erst während des Rollens zur Startbahn sei das Kabinenpersonal misstrauisch geworden. Ein zufällig anwesender Arzt konnte schließlich nur noch den Tod der Britin feststellen. Nach der Evakuierung der Passagiere trafen spanische Rettungskräfte am Flugzeug ein, wie die Daily Mail berichtete.

Airline widerspricht

EasyJet wies gegenüber dem britischen Magazin sämtliche Anschuldigungen zurück. In einer offiziellen Stellungnahme betonte die Airline, dass die verstorbene Passagierin über ein gültiges „Fit-to-fly“-Zertifikat verfügt habe und lebend an Bord gekommen sei.

„Flug EZY8070 kehrte vor dem Abflug zum Standplatz zurück, da ein Passagier an Bord dringend medizinische Hilfe benötigte. Die Reisende ist leider verstorben“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Man unterstütze die Familie in dieser schwierigen Situation und betonte, dass die Sicherheit der Passagiere höchste Priorität habe.

Derzeit wird untersucht, ob die Frau tatsächlich bereits vor dem Boarding oder erst auf der Rollbahn verstarb.

Laut RTL kann die internationale Überführung von Verstorbenen kostspielig sein – die Kosten können sich auf bis zu 4500 Pfund (etwa 5100 Euro) belaufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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