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Transportblockade

Keine Ausfahrt mehr!“ – Balkan-Frächter legen EU-Grenzen lahm

Keine Ausfahrt mehr!“ – Balkan-Frächter legen EU-Grenzen lahm
(FOTO: EPA/GEORGI LICOVSKI)
2 Min. Lesezeit |

Mit ihren Lastwagen haben Fahrer aus dem Balkan die Grenzen zu Kroatien abgeriegelt. Der Protest gegen die 90-Tage-Regel im Schengen-Raum könnte sich ausweiten.

Seit Mittag blockieren Lastwagenfahrer aus mehreren Balkanländern die Einreisepunkte nach Kroatien. Die Transporteure aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien haben mit ihren Fahrzeugen die Grenzübergänge zur Europäischen Union versperrt. Ihr Protest richtet sich gegen die EU-Regelung, die ihren Aufenthalt im Schengen-Raum auf 90 Tage beschränkt.

Mit der gezielten Unterbrechung der Lieferketten wollen die Demonstranten die Europäische Kommission zu Verhandlungen und einer Änderung dieser Bestimmung bewegen. Ab Mitternacht planen die Protestierenden, ihre Aktion auch auf die Gegenrichtung auszuweiten und den Güterverkehr aus dem Schengen-Raum zu blockieren. Der Personenverkehr bleibt von den Maßnahmen unberührt.

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Ausnahmen und Forderungen

Auch Transporte mit lebenden Tieren, Medikamenten und Waffen dürfen die Blockade passieren. „Der Protest hat begonnen, wie Sie sehen, gibt es keine Ausfahrt mehr. Die Aktion wird so lange dauern, bis wir zu Gesprächen eingeladen werden“, erklärte Nedjo Mandic, Vorsitzender des serbischen Verbands für Internationalen Transport.

Ein Fahrer aus Kraljevo in Serbien, Nikola Rakonjac, ergänzte: „Wir verbringen ohnehin viel Zeit an den Grenzen und an Wochenenden in Gebieten mit Fahrverboten. Es ist schlichtweg unrealistisch, uns wie gewöhnliche Touristen auf 90 Tage zu beschränken.“

Länderübergreifender Protest

Die Fahrer haben angekündigt, wenn nötig in Acht-Stunden-Schichten Tag und Nacht an den Grenzübergängen auszuharren. Mirko Ivanovic, Inhaber eines Transportunternehmens aus Gradiska in Bosnien und Herzegowina, betonte die länderübergreifende Dimension des Problems: „Der gesamte Balkan ist von dieser Regelung betroffen.

Wir hoffen, dass wir gemeinsam etwas erreichen können.“

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KO KOSMO-Redaktion
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