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Epstein-Skandal

Jeder wusste es“: Ex-Polizeichef belastet Trump schwer – Weißes Haus reagiert

Jeder wusste es“: Ex-Polizeichef belastet Trump schwer – Weißes Haus reagiert
FOTO: DOJ
2 Min. Lesezeit |

Während Trump stets jedes Wissen über Epsteins Machenschaften abstritt, tauchen nun brisante Dokumente auf. Ein ehemaliger Polizeichef berichtet von einem aufschlussreichen Telefonat.

Neue Dokumente

Während Donald Trump stets beteuert hat, nichts von Jeffrey Epsteins kriminellen Aktivitäten gewusst zu haben, deuten kürzlich veröffentlichte Unterlagen des US-Justizministeriums auf mögliche Widersprüche hin. In der Vergangenheit hatte der ehemalige Präsident mehrfach betont, über Epsteins Vergehen nicht informiert gewesen zu sein. Bei einer Presserunde 2019 erklärte Trump ausdrücklich: »Nein, ich hatte keine Ahnung. Ich hatte keine Ahnung. Ich habe seit vielen, vielen Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen.«

Diese Darstellung wird nun durch die Aussage eines früheren Polizeibeamten in Frage gestellt. Das Justizministerium hat eine schriftliche Aufzeichnung eines FBI-Verhörs mit Michael Reiter, dem ehemaligen Polizeichef von Palm Beach, zugänglich gemacht. Laut diesem Dokument aus dem Jahr 2019 behauptet Reiter, Trump habe ihn nach Beginn der Ermittlungen gegen Epstein kontaktiert und erklärt: »Gott sei Dank, dass Sie ihn stoppen, jeder weiß, dass er das tut.«

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Trumps Äußerungen

Dem Protokoll zufolge soll Trump außerdem erwähnt haben, dass er Epstein aus seinem Club Mar-a-Lago ausgeschlossen habe und dass »die Leute in New York« um Epsteins »widerwärtiges« Verhalten wüssten. Dem Verhörprotokoll zufolge äußerte sich Trump gegenüber Reiter auch zu Ghislaine Maxwell. Er soll sie als Epsteins »Mitarbeiterin« bezeichnet und angemerkt haben, die Ermittler sollten sich auf sie konzentrieren, da sie »böse« sei.

Maxwell wurde später, im Jahr 2021, wegen ihrer Beteiligung an der Rekrutierung minderjähriger Mädchen für Epstein verurteilt. Zu den Vorwürfen hat sie bislang geschwiegen.

Offizielle Reaktionen

Das US-Justizministerium relativierte die Bedeutung dieser Enthüllungen in einer Stellungnahme gegenüber der »BBC« und erklärte, es lägen keine Beweise vor, dass Trump damals mit Strafverfolgungsbehörden in Kontakt getreten sei. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus äußerte sich Sprecherin Karoline Leavitt vage zu den Vorwürfen und meinte, das beschriebene Telefonat könne »stattgefunden haben oder auch nicht«.

Die jüngst veröffentlichten Epstein-Dokumente vervollständigen das Bild eines Mannes, der als Verbindungsglied zwischen globalen Eliten fungierte. Sein Netzwerk basierte auf einem komplexen Geflecht aus sexueller Ausbeutung, Machtmissbrauch und finanziellen Interessen.

Trotz seiner Vergehen wurde er von einflussreichen Persönlichkeiten hofiert.

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KO KOSMO-Redaktion
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