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Appell

Erste Osternacht: Papst Leo XIV. ruft zu Weltfrieden auf

Erste Osternacht: Papst Leo XIV. ruft zu Weltfrieden auf
FOTO: EPA/FABIO FRUSTACI
2 Min. Lesezeit |

Kerzenlicht, Stille, ein neuer Papst: Leo XIV. hat seine erste Osternacht als Kirchenoberhaupt mit einem eindringlichen Appell begangen.

Papst Leo XIV. hat in der Nacht auf Ostersonntag seine erste Osternacht als Oberhaupt der katholischen Kirche begangen. In seiner Predigt stand der Aufruf zu Einheit und Frieden im Mittelpunkt. Am Sonntagvormittag folgt die Ostermesse auf dem Petersplatz in Rom.

Vollkommene Stille liegt über dem Petersdom in Rom, als Papst Leo XIV. in die Basilika einzieht. In der Vorhalle hält er inne, weiht das Osterfeuer und trägt anschließend die brennende Osterkerze langsam durch das völlig verdunkelte Gotteshaus – dabei entzündet er die Kerzen der versammelten Gläubigen. Erst in dem Moment, in dem er den Altar erreicht, erhellt das Deckenlicht den Raum.

Leos erste Predigt

In seiner anschließenden Predigt spricht der Papst von der grenzenlosen Liebe Jesu und von einer Liebe Gottes, die stärker sei als alle Macht des Bösen. Leo XIV. ruft die Gläubigen dazu auf, die frohe Botschaft zu verkünden, dass Jesus auferstanden sei – und dass mit seiner Kraft auch eine neue Welt des Friedens und der Einheit möglich werde. Diesen Auftrag übergibt er im Laufe des Gottesdienstes auch zehn Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt, die in dieser Nacht getauft werden.

Bemerkenswert: Anders als sein Vorgänger trug Papst Leo XIV. das Kreuz beim Kreuzweg wieder persönlich. In seiner Predigt nimmt er auch Bezug auf die Auferstehungsgeschichte im Matthäusevangelium – auf das leere Grab am Ostermorgen, den weggerollten Grabstein. Davon solle man sich jedoch nicht lähmen lassen, betont er.

Viele Menschen hätten im Verlauf der Jahrhunderte, mitunter unter Einsatz ihres Lebens, mit Gottes Hilfe solche Steine weggerollt und damit Gutes vollbracht. „Nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen und machen wir uns in dieser heiligen Nacht ihr Engagement zu eigen, damit überall und immer auf der Welt die österlichen Gaben der Eintracht und des Friedens wachsen und gedeihen“, so der Papst.

Urbi et Orbi

Bei der Ostermesse auf dem Petersplatz in Rom und der traditionellen Ansprache Urbi et Orbi wird Papst Leo XIV. voraussichtlich erneut einen ähnlichen Aufruf an die Welt richten.

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KO KOSMO-Redaktion
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