Warmes Mittagessen unter fünf Euro – was lange utopisch klang, soll ab 2026 an Österreichs Hochschulen Realität werden.
Ein schnelles Mittagessen an der Uni – Leberkässemmel, Pizzaschnitte oder ein Weckerl vom Supermarkt, dazu ein Getränk und etwas Süßes – und schon sind zehn Euro ausgegeben. Für Studierende gehört die tägliche Verpflegung zu den spürbaren Kostenpunkten im Alltag. Hinzu kommt, dass günstige Optionen selten auch gesunde sind.
Mensa 2030
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) betont: „Studieren darf nicht an finanziellen Belastungen im Alltag scheitern. Mit dem 5-Euro-Mensa-Menü schaffen wir Entlastung und sichern gesundes, leistbares Essen für Studierende.“ Unter dem Titel „Mensa 2030″ hat das Wissenschaftsministerium ein Programm entwickelt, das an Hochschulen täglich ein warmes Menü um weniger als fünf Euro ermöglichen soll – ausgewogen und erschwinglich zugleich.
Der geplante Start fällt auf das Wintersemester 2026/27. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Hochschule am Programm teilnimmt und ihre Mensabetreiber auf klar definierte Qualitätsstandards verpflichtet. Der Zugang soll für Studierende möglichst niedrigschwellig gestaltet sein – etwa über den Studierendenausweis oder entsprechende Semesterregelungen. Die vergünstigten Preise gelten dabei ausschließlich für Studierende.
Finanzierung & Ausbau
Für die Finanzierung des Programms stellt das Ministerium rund vier Millionen Euro jährlich bereit, die aus Umschichtungen und Rücklagen im Ressortbudget stammen. Betriebe, die die vorgegebenen Standards einhalten, erhalten eine Abgeltung der entstehenden Mehrkosten. Laufende Kontrollen sollen die Einhaltung der Qualitätsvorgaben dauerhaft sicherstellen.
Nicht alle Hochschulen werden von Beginn an dabei sein – die Teilnahme liegt im Ermessen der einzelnen Institutionen. Mittelfristig ist jedoch ein schrittweiser Ausbau auf ganz Österreich angestrebt. Für Studierende an Standorten, die zunächst nicht teilnehmen, bleibt der bestehende Mensabonus der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft weiterhin aufrecht.