Ein Känguru auf Abwegen sorgt im Ostalbkreis für einen ungewöhnlichen Sucheinsatz – mit Blasrohr und Geduld.
Im Ostalbkreis hält ein ausgebüxtes Bennett-Wallaby die Bevölkerung in Atem: Das Känguru namens „Karl-Heinz“ ist aus seinem Gehege bei Kirchheim am Ries entkommen und wurde zuletzt in einem Waldgebiet nahe des Blasienbergs gesichtet. Der Besitzer hatte am Mittwochmorgen das leere Gehege entdeckt und umgehend die Polizei verständigt.
Suche im Wald
Zur Unterstützung bei der Suche wurde ein Tierarzt mit einem Blasrohr ausgestattet, der das Tier betäuben und einfangen soll. Die Polizei war zunächst an der Suchaktion beteiligt, zog sich jedoch wieder zurück, nachdem feststand, dass sich „Karl-Heinz“ abseits von Straßen tief im Wald aufhält. Zwischenzeitlich wurde das Wallaby in der Nähe des Blasienbergs gesichtet.
Das Känguru stammt von einem deutschen Züchter und wird vom Besitzer in der Nähe seines Hühnerstalls gehalten – mit dem praktischen Nebeneffekt, dass es Füchse auf Abstand hält. Laut der Schwester des Besitzers taucht „Karl-Heinz“ immer wieder im Bereich des Blasienbergs auf, nähert sich bis auf zwei Meter Entfernung und verschwindet dann wieder im Wald. Sie zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Die Zeichen stehen aber gut, dass es bald betäubt und eingefangen werden kann.“
Ähnlicher Vorfall
Einen ähnlichen Vorfall gab es kürzlich in Otterberg, wo ein ebenfalls entlaufenes Känguru am Samstagnachmittag erfolgreich wieder eingefangen werden konnte.
Derartige Ereignisse sind zwar selten, ziehen aber regelmäßig Polizei und Tierärzte in ungewöhnliche Einsätze.