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Anhörung

Tiermissbrauch: Können Täter zum FBI? Patel verteidigt neue Regeln

Tiermissbrauch: Können Täter zum FBI? Patel verteidigt neue Regeln
Foto: EPA/JIM LO SCALZO
3 Min. Lesezeit |

Eine Änderung der FBI-Einstellungsregeln sorgt im US-Senat für kritische Fragen: Behördenchef Kash Patel begründet sie mit dem Schutz von Missbrauchsopfern.

Vor dem Justizausschuss des US-Senats hat FBI-Direktor Kash Patel am Dienstag, dem 15. September 2026, geänderte Einstellungsregeln verteidigt. Dabei ging es unter anderem um Bewerber, die vor ihrem 18. Lebensjahr sexuelle Handlungen mit Tieren vorgenommen haben und deshalb nicht mehr automatisch ausgeschlossen werden sollen. Patel erklärte, die Änderung solle verhindern, dass Opfer von Missbrauch und Menschenhandel pauschal vom Bewerbungsverfahren ausgeschlossen werden.

Der demokratische Senator Dick Durbin widersprach Patels Darstellung: Die Änderung betreffe Personen, die solche Handlungen vorgenommen hätten, ohne sie ausdrücklich als Opfer einzugrenzen. Patel hielt dagegen, dass erzwungene Handlungen Betroffene nicht daran hindern dürften, für ihr Land zu arbeiten. Die übrigen Anforderungen des Bewerbungsverfahrens müssten weiterhin erfüllt werden.

Kennedys Skepsis

Auch der republikanische Senator John Kennedy hinterfragte die Entscheidung kritisch. Als Patel erklärte, die bisherigen Vorschriften hätten Beteiligte auf beiden Seiten automatisch ausgeschlossen, fragte Kennedy: „Sie haben also das Tier disqualifiziert?“ Anschließend wollte er wissen, weshalb das FBI diese Einstellungskriterien überhaupt geändert habe.

Patel verwies auf Fälle, in denen Menschenhändler ihre Opfer zu sexuellen Handlungen mit Tieren gezwungen hätten. Ihm seien Beispiele von Betroffenen vorgelegt worden, die sich später beim FBI beworben hätten. Solche Menschen sollten zumindest für eine Stelle in Betracht gezogen werden können, argumentierte der Behördenchef. Ob die überarbeiteten Regeln tatsächlich ausschließlich solche Opfer erfassen, blieb in der Debatte umstritten.

Patels Amtsführung

Die Änderungen beschränken sich nicht auf diesen Bereich. Das FBI hat auch Einstellungskriterien überarbeitet, die Diebstahl beim Arbeitgeber sowie die Inanspruchnahme oder Ausübung von Prostitution betreffen. Bestimmte frühere Verhaltensweisen führen damit unter festgelegten Voraussetzungen nicht mehr automatisch zum Ausschluss. Demokratische Senatoren forderten nähere Informationen zu den Änderungen und ihrer Anwendung.

Die Debatte fällt in eine Phase personeller Veränderungen: Demokratische Senatoren verwiesen in einem Schreiben darauf, dass allein 2025 mehr als 1.100 Special Agents das FBI verlassen hätten. Die Zahl ist nicht mit Entlassungen gleichzusetzen, sondern umfasst unterschiedliche Gründe für das Ausscheiden aus der Behörde.

Auch Patels Amtsführung bleibt politisch umstritten. Kritiker werfen ihm vor, die Unabhängigkeit des FBI durch seine Nähe zu Präsident Donald Trump zu gefährden. In der Anhörung musste er sich zudem Fragen zu Entlassungen von Mitarbeitern stellen, die an Ermittlungen mit Bezug zu Trump beteiligt gewesen waren.

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KO KOSMO-Redaktion
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