Vier russische Diplomaten müssen Österreich verlassen – nun kündigt Moskau eine Reaktion an. Welche Maßnahmen Russland als Antwort auf die Ausweisung plant, ist bislang offen.
Nachdem Österreich am Freitag, dem 23. Oktober 2026, vier russische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt hat, kündigt Moskau Konsequenzen an. Der stellvertretende russische Außenminister Dmitri Ljubinski erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, eine Reaktion werde „unweigerlich folgen“.
Wann und in welcher Form Russland auf die Entscheidung Wiens reagieren wird, ließ Ljubinski offen. Ob auch österreichische Diplomaten Russland verlassen müssen, ist derzeit nicht bekannt.
Vier Diplomaten müssen Österreich verlassen
Die österreichische Regierung begründete die Ausweisung mit Erkenntnissen der heimischen Sicherheitsbehörden. Betroffen sind drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien sowie ein Diplomat der russischen Delegation bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der für militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle zuständig ist.
Laut Außenministerium hätten die Betroffenen Tätigkeiten ausgeübt, die mit ihrem diplomatischen Status beziehungsweise den für sie geltenden Vereinbarungen unvereinbar seien. Die konkreten Vorwürfe wurden öffentlich nicht näher ausgeführt. Im Raum steht der Verdacht auf Spionage.
Diplomatische Spannungen halten an
Die Beziehungen zwischen Österreich und Russland sind seit Jahren angespannt. Österreich hat bereits mehrfach russische Diplomaten ausgewiesen. Auch im Mai 2026 mussten drei russische Diplomaten das Land verlassen. Damals standen mutmaßliche Spionageaktivitäten im Zusammenhang mit technischen Anlagen auf russischen Diplomatengebäuden im Raum.
Russland hat in der Vergangenheit auf vergleichbare Maßnahmen anderer Staaten mit diplomatischen Gegenmaßnahmen reagiert. Welche konkreten Schritte Moskau diesmal setzen wird, bleibt abzuwarten.
Die jüngste Ankündigung macht deutlich, dass die Ausweisung der vier Diplomaten die Spannungen zwischen Wien und Moskau weiter verschärfen könnte.