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MIGRATION

Außenministerin Kneissl befürchtet Wiederholen der Flüchtlingskrise 2015

Außenministerin Kneissl befürchtet Wiederholen der Flüchtlingskrise 2015
Außenministerin Kneissl befürchtet eine Wiederholung der Flüchtlingskrise 2015. (Foto: Facebook/Österreichisches Außenministerium)
2 Min. Lesezeit |

Die Zahlen der Flüchtlinge sind deutlich zurückgegangen, dennoch befürchtet Außenministerin Karin Kneissl eine Wiederholung der Flüchtlingskrise vor drei Jahren.

Die Außenministerin erklärte gestern Abend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“, dass sie eine Wiederholung der Flüchtlingskrise 2015 befürchte. 60 Millionen Menschen, im Nahen Osten und Nordafrika, mit einer Ausbildung würden auf den Arbeitsmarkt drängen.

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EU Außengrenze schützen

Es fehle in diesen Regionen an adäquaten Jobs. Im Bausektor in den Golfstaaten und in Libyen würden immer mehr zugewanderte Arbeitskräfte entlassen werden. Auch der niedrige Ölpreis würde dabei eine Rolle spielen, berichtet „ORF“. Des Weiteren fügte Kneissl hinzu, dass die EU die Außengrenzen hüten müsse und die Regierungen für Sicherheit sorgen. Sie appellierte an die Herkunfts- und Transitländer, „dass die Arbeitsmöglichkeiten andere werden. Dazu gehört seitens der Europäischen Union eine Verantwortung, die bis in die Handelspolitik geht.“

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In der Diskussionssendung sah der ehemalige EU- Parlamentspräsident und frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz die Situation etwas entspannter. So sei die Zahl der Menschen die nach Europa wollen um 90 Prozent zurück gegangen. Schulz sagte, dass 2015 eine „Entsolidarisierung“ stattgefunden habe, da Italien und Griechenland im Stich gelassen wurden.

Ein Dominoeffekt mit Folgen

Kneissl erklärte, dass auch Rückführungen gemäß der Dublin-Verordnung mit den Nachbarländern, vor allem mit Slowenien im Gange seien. „Was passieren könnte, wäre ein Dominoeffekt. Also dass dann ein Weiterreichen dieser registrierten Migranten da wäre“, so Kneissl. „Der Dominoeffekt wird dazu führen müssen, dass wir uns alle darüber einig werden, wie sichern wir die EU-Außengrenzen“, erläuterte Kneissl.

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KO KOSMO-Redaktion
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