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Verkehrsunfall

Ausfahrt verpasst: Reisebus schiebt auf Autobahn zurück – Elf Tote

Ausfahrt verpasst: Reisebus schiebt auf Autobahn zurück – Elf Tote
FOTO: Screenshot X
3 Min. Lesezeit |

Ein Reisebus, eine Autobahn, ein fataler Moment – und plötzlich stehen Rettungskräfte vor einem der schwersten Unglücke der Region.

Auf der Gebze-Orhangazi-İzmir-Autobahn in der Nähe von Akhisar in der türkischen Provinz Manisa kam es am Sonntagvormittag zu einem schweren Verkehrsunfall mit elf Todesopfern und 27 Verletzten.

Beteiligt waren ein Reisebus und ein Lkw. Der Bus war von Bursa in Richtung Pamukkale in der Provinz Denizli unterwegs. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Fahrer eine Ausfahrt verpasst und versucht, diese durch Rückwärtsfahren auf der Autobahn doch noch zu erreichen. Dabei kam es zur folgenschweren Kollision mit dem Lastwagen.

Unfall bei Akhisar

Der Zusammenstoß ereignete sich am Sonntag um 11.11 Uhr im Bereich der Akhisar-Mautstellen. Der Reisebus hatte zuvor in Mustafakemalpaşa einen Zwischenstopp eingelegt. Nachdem der Fahrer die gewünschte Ausfahrt offenbar verpasst hatte, hielt er auf der Autobahn an und legte den Rückwärtsgang ein.

Der Lkw-Fahrer konnte dem rückwärtsfahrenden Bus nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Da sich die Ausfahrt unmittelbar hinter einer Kurve befand, war der Bus für den herannahenden Lastwagen offenbar nur schwer zu erkennen. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem der Reisebus auf die Seite kippte. Auch der Lkw wurde schwer beschädigt.

Bei dem Unglück kamen elf Menschen im Alter zwischen 58 und 88 Jahren ums Leben. Weitere 27 Insassen wurden verletzt. Rettungs- und Sanitätskräfte rückten umgehend aus, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen.

Die Behörden leiteten Ermittlungen zum Unfallhergang ein. Staatsanwälte übernahmen die strafrechtliche Aufarbeitung des Vorfalls. Der Busfahrer wurde nach medizinischer Behandlung festgenommen, der Lkw-Fahrer befindet sich in Untersuchungshaft.

Landesweite Bestürzung

Das Unglück löste in der Türkei große Bestürzung aus. Zahlreiche Politiker und Amtsträger sprachen den Angehörigen der Todesopfer ihr Beileid aus. Die Ermittlungen sollen weitere Details zum genauen Unfallhergang und zur Verantwortung der Beteiligten klären.

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KO KOSMO-Redaktion
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