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Trauerfeier

Abschied in Würde – Sohn bittet um Ruhe bei Mladić-Begräbnis

Abschied in Würde – Sohn bittet um Ruhe bei Mladić-Begräbnis
Foto: epa/DANILO PETERNEK
2 Min. Lesezeit |

Belgrad bereitet sich auf einen Abschied vor, der weit über Serbiens Grenzen hinaus Aufmerksamkeit zieht.

Die Gedenkfeier für den verstorbenen General Ratko Mladic findet am Sonntag um 12 Uhr im Haus der serbischen Armee in Belgrad statt. Darko Mladic, Sohn des Verstorbenen, bat um Verständnis dafür, dass der begrenzte Platz im kleinen Saal nicht allen Trauernden Einlass gewähren kann.

Mladić wurde am 22. November 2017 vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Verurteilung bezog sich unter anderem auf den Völkermord in Srebrenica 1995, bei dem mehr als 8.000 bosnische Muslime getötet wurden.

Beisetzung in Topcider

Die eigentliche Beisetzung ist für Montag, den 7. September, angesetzt. Von 7 bis 12 Uhr wird der Sarg in der Kirche des Heiligen Lukas in Belgrad-Kosutnjak aufgebahrt, bevor der Trauerzug zum Friedhof Topcider weiterzieht. Die Beerdigung ist dort für den Zeitraum zwischen 13:30 und 14:00 Uhr geplant. Ratko Mladic wird neben seiner verstorbenen Tochter beigesetzt.

Darko Mladic wandte sich mit persönlichen Worten an alle, die Abschied nehmen möchten: „Ich möchte alle Freunde, Verehrer und Verwandten von General Mladic einladen, in möglichst großer Zahl zu kommen und meinen Vater würdevoll in sein letztes Haus zu begleiten, wo er neben meiner verstorbenen Schwester ruhen wird.“ Zugleich bat er darum, nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um Verkehrsstaus rund um die Veranstaltungsorte zu vermeiden. Provokationen jeder Art sollten unterbleiben, damit die Trauerfeierlichkeiten in Würde und Ruhe verlaufen können.

Tod in Den Haag

Ratko Mladic verstarb am 27. August im Haftkrankenhaus des Haager Mechanismus (UN-Tribunal-Haftanstalt). Sein Leichnam wurde am 3. September 2026 mit einer Regierungsmaschine nach Serbien gebracht und am Flughafen Belgrad-Nikola Tesla empfangen. Die Obduktion erfolgte an der Militärmedizinischen Akademie.

Internationale Kritik

Die EU-Kommission erklärte, die Glorifizierung verurteilter Kriegsverbrecher verstoße gegen grundlegende europäische Werte und habe in der EU sowie in Beitrittskandidatenstaaten keinen Platz. Die Trauerfeierlichkeiten werden von der serbischen Öffentlichkeit ebenso verfolgt wie von internationalen Medien.

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KO KOSMO-Redaktion
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