Start POLITIK Afghanistans jüngste Bürgermeisterin: “Sie kommen, um mich zu töten”
SCHOCKIERENDE BERICHTE

Afghanistans jüngste Bürgermeisterin: “Sie kommen, um mich zu töten”

ZARIFA_GHAFARI
(FOTO: Twitter/@Zarifa_Ghafari)

Die mutige und jüngste Bürgermeisterin Afghanistans Zarifa Ghafari ist für die Taliban eine Provokation und deswegen droht ihr der Tod.

Die 28-Jährige Zarifa Ghafari ist gebildet, mutig, unverschleiert und selbstbewusst. Aus dem Grund ist die Politikerin für Taliban eine Provokation und schon früher Ziel von Anschlägen gewesen. Nun wartet sie auf ihren Tod.

Motivierende Worte auf Twitter:  
“Ich sitze hier und warte auf sie. Es gibt keine Hilfe für mich oder meine Familie. Sie werden kommen und Leute wie mich umbringen”, berichtet den Bürgermeistern der britischen Zeitung “inews”. 2018 wurde sie in der Stadt Maidan Shar zur jüngsten Bürgermeisterin Afghanistans gewählt. Die Stadt ist etwa 45 Kilometer entfernt.

Seitdem sie Politikerin ist, wurde sie zur Zielscheibe von Islamisten. “Die Taliban haben gedroht, meine ganze Familie zu ermorden, wenn ich mich nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehe”, sagt Ghafari gegenüber der “Bild”-Zeitung. Vergangenen November wurde ihr Vater von Islamisten erschossen. “Das war die Rache, weil ich drei Wochen zuvor einen Anschlag auf mich überlebt habe”, sagt die Bürgermeisterin.  

” Wo würde ich überhaupt hin?”

Zarifa Ghafari

Die 28-Jährige kämpfte vorbildhaft für Frauen- und Kinderrechte. Ihr war von Anfang an klar, dass ihre Arbeit ziemlich riskant ist.

Nach der schnellen Machtübernahme der Taliban schreibt sie: “Ich sitze hier einfach mit meiner Familie und meinem Mann. Sie werden Menschen wie mich verfolgen und töten”: Im Gegensatz zu anderem Politiker, wird sie das Land nicht verlassen, weil sie nicht weiß wohin sie gehen soll.

Kleine Hoffnung:
Ein Funken Hoffnung gibt es für die Politikerin noch. Die Taliban haben gestern in einer Pressekonferenz verkündet, dass sie Frauen mehr Rechte zusprechen werden. Diese müssen aber der Scharia entsprechen. “Sie müssen keine Angst haben”, sagt Taliban-Sprecher Suhail Shaheen. Das Leben der Frauen soll normal weitergehen, auch die Schulbildung sicherte er zu. Die Bürger sind misstrauisch und trauen Shaheen nicht.

Quelle: RTL

Vorheriger ArtikelAufregung um Vučić-Post: „Es lebe unser Volk im Kosovo und Metohija, lang lebe Serbien!“
Nächster ArtikelRendi-Wagner für Beschränkung für Ungeimpfte: Plan wird konkreter
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!