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Klimakrise

Amazonas-Kollaps bis 2040 – Klimaforscher schlägt Alarm

Amazonas-Kollaps bis 2040 – Klimaforscher schlägt Alarm
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Wald, der Kontinente mit Wasser versorgt, steht vor dem Aus – und die Zeit läuft schneller ab als gedacht.

Der Amazonas-Regenwald nähert sich einem Punkt, von dem es keine Rückkehr mehr gibt. Bereits 17 Prozent des Waldes haben ihre natürliche Widerstandsfähigkeit verloren. Besonders der gesamte Süden des Regenwaldes – ein Gebiet von rund 2,3 Millionen Quadratkilometern – steht unmittelbar vor dem ökologischen Kipppunkt.

Wird die globale Erwärmung die Marke von zwei Grad überschreiten, gilt der Wald als dauerhaft verloren. Als Hauptursachen gelten Abholzung und Brände. Die Trockenzeit hat sich inzwischen um vier bis fünf Wochen ausgedehnt, die Niederschlagsmengen sind je Jahrzehnt um 20 bis 30 Prozent gesunken, die Temperaturen um zwei bis drei Grad gestiegen.

Drohender Kipppunkt

Wie Spektrum.de berichtet, warnt der brasilianische Klimaforscher Carlos Nobre im Interview: „Wenn wir die Treibhausgasemissionen nicht schnell reduzieren, werden wir bis 2040 die zwei Grad erreichen, und der Amazonas wird unwiederbringlich verloren sein.“ Drei Faktoren wirken dabei zusammen: die anhaltende Abholzung, immer häufigere Waldbrände sowie steigende Temperaturen, die den Wald in seiner Substanz schwächen.

Wird der Kipppunkt erst einmal überschritten, wären die Konsequenzen verheerend: Der Regenwald könnte sich in eine Steppenlandschaft verwandeln, bis zu 70 Prozent seiner Fläche wären verloren. Gleichzeitig würden rund 250 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen.

Der Amazonas ist dabei weit mehr als ein Wald – er ist ein zentrales Element des kontinentalen Wasserkreislaufs. Jedes Wassermolekül durchläuft fünf- bis achtmal den Kreislauf, bevor es das Gebiet verlässt. Diese sogenannten „fliegenden Flüsse“ sichern weiten Teilen Südamerikas die Niederschlagsversorgung.

Hoffnungsvolle Signale

Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung: Im Jahr 2025 wurde mit einem Waldverlust von 3.800 Quadratkilometern die niedrigste Abholzungsrate seit Jahrzehnten registriert.

Auf der Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém do Pará haben die meisten Amazonas-Anrainerstaaten zudem zugesagt, die Abholzung bis 2030 vollständig zu beenden.

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KO KOSMO-Redaktion
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