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Familiengeschichte

Typisch Balkan-Papa: Erst Ibrahimovics Geschenk ablehnen, dann heimlich cruisen

Typisch Balkan-Papa: Erst Ibrahimovics Geschenk ablehnen, dann heimlich cruisen
Foto: epa/SERENA CAMPANINI
3 Min. Lesezeit |

Zlatan Ibrahimovic wollte seinem Vater etwas zurückgeben – doch der reagierte ganz anders als erwartet. Die Geschichte dahinter ist Gold wert.

Zlatan Ibrahimovic zählt zu den prägendsten Fußballern seiner Generation – doch seine Wurzeln liegen weit entfernt vom Glamour der großen Bühnen. Aufgewachsen im Malmöer Arbeiterviertel Rosengård, formten ihn schwierige Verhältnisse früh zu einem Menschen, der den Wert von Geld kennt und genau abwägt, wofür er es einsetzt. Bereits in der Sendung „(Nicht-)Erfolg der Champions“ von Slaven Bilic sprach er offen über jene Jahre, die er gemeinsam mit seinem Vater verbrachte.

„Im Kühlschrank gab es nur Milch, Brot und Bolognese-Sauce. Ich lebte mit meinem Vater – er kochte nicht täglich für mich. Er bereitete einmal pro Woche eine große Menge Sauce zu und zeigte mir, wie ich Nudeln koche und aufwärme. Das war für mich vollkommen genug. Heute sage ich meinen Kindern: Wenn ich es mit diesen drei Dingen geschafft habe, schafft ihr es auch“, so Ibrahimovic.

Geschenk abgelehnt

Als die großen Gehaltsschecks kamen, wollte er seinem Vater Sefik etwas zurückgeben – und überraschte ihn mit einem neuen Auto. Dass die Reaktion alles andere als das erwartete Strahlen sein würde, ahnte er nicht. „Ich kam nach Hause, stellte ihm das Auto vor und sagte, es gehöre ihm. Er solle es fahren und genießen. Seine Antwort: Er brauche kein Auto. Es war ein Mercedes C-Klasse. Ich sagte ihm, er müsse wie ein echter Balkanmann auftreten – cool durch die Stadt cruisen, stolz sein, weil er mein Vater ist. Aber er blieb dabei: ‚Ich brauche kein Auto.‘ Das hat mich wirklich auf die Palme gebracht“, erinnert sich Ibrahimovic, wie das kroatische Portal Vecernji list berichtet.

In seiner Frustration warf Zlatan die Schlüssel auf den Tisch und überließ seinem Vater die Entscheidung. „Ich sagte ihm: ‚Das ist dein Auto – fahr es oder mach damit, was du willst, mir ist es egal.‘ Dann ließ ich die Schlüssel liegen und ging.“

Väterliche Sturheit

Die eigentliche Pointe folgte wenige Tage später. Als Zlatan durch die Stadt fuhr, entdeckte er das Fahrzeug – und hinter dem Steuer saß niemand anderer als sein Vater. „Vor mir wollte er sich nichts anmerken lassen. Aber sobald ich nicht da war, fuhr er das Auto ganz ordentlich“, erzählte Ibrahimovic – und konnte dabei nicht aufhören zu lachen.

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KO KOSMO-Redaktion
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