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Migrationsdruck

Westbalkanroute wieder stärker frequentiert – Bosnien im Mittelpunkt

Westbalkanroute wieder stärker frequentiert – Bosnien im Mittelpunkt
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Die Westbalkanroute erlebt ein deutliches Comeback – und ein Land steht dabei besonders im Mittelpunkt der Bewegung.

Trotz eines Rückgangs im Vorjahr ist die Zahl der illegalen Grenzübertritte auf der Westbalkanroute heuer deutlich gestiegen. Laut dem jüngsten Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) verzeichnete die Route im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg um 27 Prozent. Allein im vergangenen Monat wurden in den Ländern der Region rund 2.500 Migranten registriert.

Den größten Anteil davon entfällt auf Bosnien-Herzegowina mit 1.157 erfassten Personen – knapp die Hälfte der regionalen Gesamtzahl. Nordmazedonien folgt mit rund 500 registrierten Migranten, Serbien mit etwa 350, während die übrigen Länder der Region deutlich niedrigere Werte aufweisen.

Bosnien voran

Bosnien-Herzegowina liegt auch bei den Neuankünften an erster Stelle. Die größte Herkunftsgruppe stellen sudanesische Staatsangehörige dar, die rund 16 Prozent der Gesamtzahl ausmachen. Dahinter folgen Migranten aus Bangladesch und Ägypten.

Was die Aufnahmeinfrastruktur betrifft, verfügt Bosnien-Herzegowina über sechs Zentren mit einer Gesamtkapazität von rund 5.000 Plätzen. Serbien unterhält zwölf Einrichtungen, die zusammen etwa 3.000 Personen aufnehmen können.

Saisonales Muster

Wie der IOM-Bericht weiter zeigt, folgen die Migrationsbewegungen entlang der Westbalkanroute einem wiederkehrenden saisonalen Muster: Die Ankunftszahlen sind in den Wintermonaten Jänner und Februar am niedrigsten, steigen im Frühjahr kontinuierlich an und erreichen ihren Höhepunkt typischerweise gegen Ende des Sommers sowie im Herbst.

Die IOM hält fest, dass die vorhandenen Unterbringungskapazitäten in allen Ländern der Region derzeit die tatsächliche Zahl der anwesenden Migranten übersteigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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