Start Politik AMS-Geld: Arbeitsminister will Strafzahlungen einführen
STRAFEN & BELOHNUNGEN

AMS-Geld: Arbeitsminister will Strafzahlungen einführen

AMS_KOCHER
(FOTO: BKA/Andy Wenzel)

Arbeitsminister Martin Kocher möchte das Geld für Arbeitslose reformieren. Dabei will er auch Belohnungen aber auch Strafen im AMS-Geld ändern.

„Wir machen uns Gedanken über die Höhe des Arbeitslosengeldes, daher müssen wir das ganze Universum von Regeln beim Arbeitslosengeld betrachten. Die Vermittlung muss effizienter werden. Das kann mit Sanktionen passieren – aber auch mit Belohnungen“, erklärt der Ressort-Chef gegenüber dem Nachrichtenmagazin „profil“.

Mit der Reform des AMS-Geldes werden sich „ein paar Regeln ändern“. Doch bis dorthin haben die derzeit 480.000 Arbeitslosen und das AMS noch ein wenig Zeit. Arbeitsminister Martin Kocher will diese Reform erst nach der Pandemie anfordern.

Frauenquote:
Bezüglich Gleichberechtigung der Frauen habe die Corona-Pandemie zu einer sogenannten „Schieflage“ geführt. „Dieser gesamtgesellschaftlichen Diskussion werden wir uns stellen müssen. Die Teilzeitquote von Frauen ist mit 47 Prozent enorm hoch. Wir brauchen mehr und bessere Kinderbetreuungsplätze, wir brauchen mehr Beteiligung der Väter“, so Kocher.

Die Gestaltung des Steuer- und Abgabensystems sei schuld daran, dass Teilzeitjobs beliebt sind. Deswegen ist sein Ansatz: „Man müsste Teilzeit weniger attraktiv machen. Dazu bräuchte es eine große Reform des Steuer- und Sozialsystems.“

Gehaltsoffenlegung:
„Ich bleibe Transparenz-Fan. Ich habe das in Schweden als Gastprofessor kennengelernt. Österreich muss transparenter werden“, sagt der Arbeitsminister. Wird das bis zur Gehaltsoffenlegung weiterlaufen? „Da hätte ich grundsätzlich nichts dagegen. Das ist aber meine persönliche Meinung. Wir müssen mit dem ganzen Thema Transparenz gelassener umgehen.“