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AMS-Chef denkt über Wartezeit bei Arbeitslosengeld nach

wikimedia/Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
wikimedia/Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

Arbeitsmarktservice-Chef Johannes Kopf lässt am Samstag im Ö1 Mittagsjournal mit seinem Vorschlag aufhorchen.

Der österreichische Jurist und Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich will eine Wartefrist für den Bezug des Arbeitslosengeldes einführen. Zumindest hatte er diesen Vorschlag im Ö1-Interview gebracht. Das heißt, Kopf würde gerne einen zeitlichen Puffer zwischen Verlust der Arbeitsstelle und dem Recht auf Bezug von Arbeitslosengeld einführen. Dafür würde er gerne 10 bis 14 Tage einplanen

Hotellerie und Gastronomie

Als Beispiel führt Kopf die saisonalen Arbeitskräfte an, die sich Anfang des Jahres im „AMS-Urlaub“ befinden. Laut aktueller Zahlen wäre der 07. Jänner Stichtag: hier werden dem AMS jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Arbeitslose gemeldet, die einen Monat später wieder ihre Arbeit aufnehmen würden. Dabei sei es gang und gäbe, dass Hotellerie und Gastronomie ihre Mitarbeiter einen Monat lang „freistellen“, um sich die Kosten zu ersparen. Weshalb diese Kosten dann die Allgemeinheit tragen müsste, verstehe Kopf nicht.

Mit der Einführung einer Wartefrist, will Kopf die Betriebe beziehungsweise Mitarbeiter indirekt dazu auffordern, ihre Stellen auf dauert zu halten – ohne jährliche AMS-Zwangspause. „Das spart natürlich Geld.“, so Kopf.

Ö1 Mittagsjournal: AMS-Vorstand Johannes Kopf im Interview