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FRAUENFUSSBALL

Ana Maria Markovic: „Es ist nicht wichtig, ob ein Sport als männlich gilt oder nicht”

FOTO: HNS/ Drago Sopta

Ana Maria Marković, eine junge Fußballerin kroatischer Herkunft, erringt im europäischen Fußball nicht nur einen Erfolg nach dem anderen, sondern trägt auch den schmeichelhaften Titel der schönsten Fußballerin der Welt. KOSMO hat mit der jungen Kroatin über ihre beruflichen Erfolge, aber auch über die Situation der Frauen im Fußball gesprochen.

Ihre Liebe zum Fußball entdeckte die junge Ana Maria bereits als Kind und sie betont, dass der beste Fußballspieler der Welt, Cristiano Ronaldo, an ihrem Engagement in diesem Sport „schuld” ist. „Als ich neun Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal ein Profifußballmatch gesehen. Was da auf dem Platz passierte, hat mich begeistert und ich begann mich für Fußball zu interessieren. Eine große Inspiration war für mich auch die Figur Cristiano Ronaldos. Er war damals eine große Motivation für mich”, betont Ana Maria.


Schon bald, nachdem sie die Welt des Fußballs betreten hatte, startete Ana Maria ihre Karriere in der Geburts- und Heimatstadt Zürich. Viele Trainer wurden schon bald auf ihr Talent und ihr hervorragendes Spiel aufmerksam, und heute spielt sie für den bekannten Club „Grasshopper”, in dem sie sich ihren eigenen Angaben zufolge sehr wohl fühlt. „Überall, wo ich bisher gespielt habe, habe ich mich sehr wohlgefühlt, aber ich glaube sicher, dass ich derzeit in Topform bin.”
Ana Maria feiert nicht nur auf dem Fußballplatz einen Erfolg nach dem anderen und hat deswegen unter den Fußballfans viele Bewunderer, sondern sie genießt auch großen Anklang in den sozialen Netzwerken, in denen ihr fast 380.000 Menschen folgen. Ihre Fotos und Attraktivität haben in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit erregt. Sie wurde zum Markenzeichen zahlreicher Unternehmen und wird als schönste Fußballerin der Welt gefeiert.
„Es ist ein großes Kompliment, dass man mich zur schönsten Fußballerin gekürt hat. Ich freue mich im Moment sehr darüber, und ich glaube, das werde ich auch in Zukunft tun. Mich persönlich stört das nicht, sondern es gefällt mir. Aber dennoch finde ich, dass die spielerischen Qualitäten bei einer Fußballerin viel wichtiger sein sollten als ihr Aussehen”, erklärt Ana Maria.

Nominierung für die kroatische Nationalmannschaft
Obwohl sie in Zürich geboren ist, hat Ana Maria kroatische Wurzeln, und in der Schweiz wurden ihre großen spielerischen Fähigkeiten auch vom kroatischen Nationaltrainer wahrgenommen. Daher spielte sie im vergangenen Jahr zum ersten Mal im Dress des Nationalteams. Ana Marias Name stand damals in der Aufstellung für die Qualifikationsspiele der Weltmeisterschaft 2023 und schon im ersten Spiel erzielte sie ihr erstes Tor für das Team.

„Es ist egal, dass Fußball als Männersport gilt”
Mit ihren fußballerischen Erfolgen, aber auch mit ihrem attraktiven Äußeren hat die junge Kroatin die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. In den Medien und den sozialen Netzwerken präsentiert sie sich jedoch oft auch als Verteidigerin der Stellung der Frauen im Fußball.
„Die derzeitige Situation der Frauen im Fußball ist im Verhältnis zu der der Männer sehr komplex. Wir sehen, dass der Männerfußball mehr im Fokus ist, während der Frauenfußball eher im Schatten steht, obwohl er viele Elemente besitzt, denen man mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Zweifellos wird der Frauenfußball stärker und besser. Das dauert zwar ein bisschen, aber ich glaube, dass er in ein paar Jahren viel weiter entwickelt sein wird, denn er besitzt viele Qualitäten. Ana Maria zufolge werden Fußballer und Fußballerinnen in der Öffentlichkeit aus verschiedenen Gründen sehr unterschiedlich behandelt.


„Frauenfußball zieht eher deswegen Publikum an, weil das physische Aussehen der Spielerinnen mehr Aufmerksamkeit erregt als die Qualität, die sie im Spiel zeigen. Das ist auch nicht schlecht, aber die Qualität der Mädchen als Spielerinnen sollte doch am wichtigsten sein”, erklärt sie und fügt hinzu, dass dennoch von dem Fakt, dass sie einen Sport betreiben, der als überwiegend männlich gilt, kein zusätzlicher Druck ausgehen sollte.
„Das ist der Grund, aus dem ich Mädchen, die Fußball spielen wollen, raten würde, nicht klein beizugeben, wenn es das ist, was sie mögen und machen möchten. Es ist nicht wichtig, ob ein Sport eher als männlich gilt oder nicht. Ich sage immer: Wenn dir etwas gefällt, dann mach es! Mit harter Arbeit, Engagement, Selbstvertrauen und Ausdauer kann man alles erreichen, egal wie ungünstig oder schwer es am Anfang aussieht.”

Ana Maria hat für die Zukunft viele Pläne und die meisten beziehen sich auf den Fußball, auf den sie sich derzeit konzentriert. Aber sie betont, dass es, wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, noch immer die Pläne B, C und D gibt.

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Nachdem sie ihr Bachelorstudium an der Fakultät für Politikwissenschaften in Belgrad abgeschlossen hat, begann Aleksandra ihre journalistische Karriere bei der Tagespresse in Serbien, wo sie bis zu ihrem Master-Abschluss gearbeitet hat. Letztes Jahr verschlug es die wissbegierige Serbin schließlich nach Wien. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft für Journalismus als Redakteurin des KOSMO-Magazins aus. Stets professionell und mit viel Interesse, berichtet sie über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. In ihrer Freizeit liest die Politologin am liebsten ein Buch, oder entdeckt auf ihrem Fahrrad neue Orte in Wien.