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ARBEITSSTREIT

Angestellter wollte nicht mit Kollegen ausgehen: Urteil nach sieben Jahren

Ein einsamer Angestellter
FOTO: (iStock/Daniel de la Hoz)

Der Oberste Gerichtshof Frankreichs hat entschieden, dass die Kündigung eines Arbeitnehmers einer Beratungsfirma, der gefeuert wurde, weil er mit seinen Kollegen nicht auf einen Drink gehen wollte, ungerechtfertigt war.

Der in den Gerichtsdokumenten als Herr T. bezeichnete Mann wurde 2015 von der in Paris ansässigen Firma Cubik Partners entlassen, weil er sich geweigert hatte, an „Teambuilding“-Aktivitäten und gesellschaftlichen Ereignissen mit Kollegen an den Wochenenden teilzunehmen. Die Aktivitäten beinhalteten laut Angaben seiner Anwälte „übermäßigen Alkoholkonsum“ und „Promiskuität“.

Herr T. trug vor, dass die „Unterhaltungskultur“ des Unternehmens „erniedrigende und aufdringliche Praktiken“ umfasste, unter anderem vulgäre „Spitznamen“ und Sex unter den Mitarbeitern.

Die Anwälte des Unternehmens behaupteten, Herr T. habe sich „demotivierend“ gegenüber Untergebenen verhalten und Probleme gehabt, mit Feedback und unterschiedlichen Standpunkten umzugehen.

Das französische Kassationsgericht verurteilte jedoch Cubik Partners zur Leistung von Schadenersatz an Herrn T in Höhe von 3.000 Euro. Der Antrag des Mitarbeiters auf weitere 461.406 Euro Schadenersatz wird noch geprüft.

Schauen Sie sich dieses alte Video an, um zu sehen, was beim Teambuilding passieren kann: