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BEHÖRDENFEHLER

Asylamt macht Fehler: Bosnier muss sofort Österreich verlassen

Asylamt macht Fehler: Bosnier muss sofort Österreich verlassen
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. (FOTO: iStock/ Stefan Rotter)
2 Min. Lesezeit |

Ein 26-jähriger Mann aus Bosnien und Herzegowina erhielt kürzlich einen erschreckenden Bescheid der österreichischen Einwanderungsbehörde, wonach er Österreich sofort mit Einreiseverbot verlassen muss. Laut österreichischen Medien erfuhr er eher zufällig, dass er wegen einer ganzen Reihe von Straftaten „angeklagt“ wurde.

Schon im Bescheid der Ausländerbehörde stand, dass er einen gemeldeten Wohnsitz in Österreich hat, aber unter einer falschen slowenischen Identität, und dass er seit 2019 „Schwarzarbeit“ betreibt und angeblich sogar ein gefälschten bosnisch-herzegowinischen Reisepass besitzt, um die Behörden zu täuschen, mit welchem er angeblich geheiratet hat.

Wegen all dem wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, ebenso wie seine Frau, die als Komplizin genannt wurde.

Es stellte sich jedoch heraus, dass an diesem Bescheid absolut nichts stimmt: Dieser junge Mann ist nicht verheiratet, nicht einmal geschieden. Er hat einen gültigen bosnisch-herzegowinischen Reisepass sowie eine in Österreich registrierte Fahrerlaubnis. Der Bosnier arbeitet ebenfalls seit Jahren für dasselbe Bauunternehmen mit gültiger Arbeitserlaubnis.

Sein Rechtsanwalt konnte nämlich nachweisen, dass der ganze Fall tatsächlich Fahrlässigkeit oder ein Fehler der Einwanderungsbehörde war, woraufhin alle Anklagen gegen ihn fallen gelassen wurden.

Laut österreichischen Medien erwartet er noch eine amtliche Erklärung und eine Entschuldigung.

Dr. Davorka ČEOVIĆ
Dr. Davorka ČEOVIĆ
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KO KOSMO-Redaktion
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