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Balkanroute: Polizeichefs wollen besser kooperieren

Symbolbild (Foto: iStock)

Polizei-Chefs aus den Ländern entlang der Balkan-Migrationsroute haben in der slowenischen Stadt Brdo eine bessere Zusammenarbeit vereinbart.

„Wir haben die Lage genau analysiert“, so der Direktor des österreichischen Bundeskriminalamtes, Franz Lang. „Alle haben in den Schlussfolgerungen Grund zur Sorge geäußert“, fügte er hinzu.

Aktuell halten sich nach seinen Angaben nach etwa 80.000 geflüchtete Menschen in der Region auf. Diese würden weiterhin das Ziel haben, weiter nach Europa zu gelangen, berichtet „ORF“. Am Treffen nahmen Polizeivertreter aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Österreich, Serbien und Slowenien teil.

Flüchtlingskrise 2015 darf nicht passieren

„Die Albaner haben berichtet, dass sich die Übertrittszahlen verdoppelt haben“, erklärte Lang. Seit Jahresbeginn sind zwischen 2.000 und 2.400 Personen in Albanien eingetroffen. Zwar sei die Lage noch nicht mit der Flüchtlingskrise 2015 vergleichbar, jedoch müsse klar gestellt werden, „dass so etwas nicht mehr passieren darf“, schreibt „Vol.at“.

Ziel sei eine gute Zusammenarbeit. „Wir müssen gut kooperieren und eine klare Strategie bei der Erfassung der Flüchtlinge haben.“ Das „Durchtransportieren“ von geflüchteten Menschen dürfe es nicht mehr geben. Schwierigkeiten bereiten noch die Identifizierung und die Erfassung von Flüchtlingen.

Lang warnt vor einer neuen Route die sich über Bosnien-Herzegowina entwickelt hat. Derzeit seien 5.000 Migranten im Balkan-Land registriert (KOSMO hat berichtet). Des Weiteren gaben die Polizisten an, dass Schlepper grenzüberschreitend kooperieren würden. Als Lösung soll ein Monitoringsystem in den Westbalkanstaaten eingeführt werden, um Lagebilder rasch zu entwickeln.

Am 18. Und 19. Juni wird ein Treffen internationaler Ermittlungsteams stattfinden, um die Kooperation zu verbessern.

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