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KRISE

Balkanstaaten warnen Diaspora-Rückkehrer: „Bleibt im Ausland“

(FOTO: zVg.)

Normalerweise freuen sich die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und deren Wirtschaft immer über die Heimkehr ihrer Landsleute aus dem Ausland.

In Zeiten der Coronavirus-Krise ist das anders: Serbien, Bosnien und Slowenien ließen ihren jeweiligen Diasporas klar zu verstehen geben, dass eine Rückkehr in die Heimat zum jetzigen Zeitpunkt unerwünscht ist. Die Sorge ist berechtigterweise groß: Zu Ostern kommen normalerweise hunderttausende Menschen wieder in ihre alte Heimat. „Bleiben sie in den Staaten, in denen sie sich gerade aufhalten“, heißt es in einem offiziellen Schreiben des bonisch-herzegowinischen Außenministeriums. 

Vučić: „Das wäre unser Ende“
Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić wandte sich mit der gleichen Bitte bereits Mitte März: Menschen aus Risikoländern wie Österreich, Italien und der Schweiz sollen zum Osterfest nicht zurückkehren. Nun äußerte er sich noch dramatischer und meinte, dass „eine Rückkehr unser Ende sein könnte“. Problematisch ist allerdings, dass Serbien kein EU-Land ist und serbische Staatsbürger, die keine Arbeit in der EU mehr haben, rein rechtlich zurückkehren müssen, weil sie ihr Aufenthaltsrecht verloren haben.

Ähnlich äußert sich auch Sloweniens Außenminister Anze Logar und bat die im Ausland arbeitenden Slowenen, die Festtage in den EU-Staaten zu verbringen, wo sie sich gerade aufhalten. 

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