Sprengstoff, Millionenschäden und eine Bande aus den Niederlanden – Wien war ihr Revier, bis die Polizei zuschlug.
Eine aus den Niederlanden stammende, hochorganisierte Kriminellengruppe ist in Wien gefasst und vor Gericht gestellt worden. Zwei Bandenmitglieder erhielten bereits ihre Urteile: Ein 25-Jähriger wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt, ein 38-Jähriger zu viereinhalb Jahren. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Allein bei fünf Taten, die den Angeklagten am Wiener Landesgericht zugeordnet werden konnten, belief sich der Sachschaden auf mehr als 650.000 Euro. Den Ermittlungen zufolge könnte der tatsächliche Gesamtschaden jedoch weit in den Millionenbereich reichen. In Österreich gab es 2025 insgesamt 26 Bankomatsprengungen, die meisten davon in Wien.
Millionenschaden Wien
Als besonders ertragreich erwies sich ein Überfall im Sommer 2025 auf eine Bankfiliale in Wien-Donaustadt, bei dem die Täter mehr als 350.000 Euro erbeuteten. Ein 23-jähriger Wiener steht im Verdacht, die Gruppe aktiv unterstützt zu haben: Er soll zwei Wohnungen bereitgestellt haben, in denen Sprengsätze präpariert und potenzielle Ziele ausgespäht wurden.
Darüber hinaus soll er die Männer zu den Tatorten gefahren sowie zwei Motorroller und SIM-Karten beschafft haben. Alle fünf ausgeforschten Bankomatensprenger-Gruppen hatten Verbindungen zur niederländischen Stadt Utrecht, die seit Jahren ein Hotspot für diese Gruppierungen ist.
Verhandlung vertagt
Vor dem Richter wies der junge Wiener jede Kenntnis von den Sprengungen zurück. Sein Anwalt, der bekannte Strafverteidiger Peter Philipp, begleitete ihn durch das Verfahren. Der Angeklagte erklärte: „Ich bin nur ein Drogendealer.“
Die Wohnungen habe er vermietet, ohne sich um das Treiben seiner Mitangeklagten zu kümmern. Seine Anwesenheit an den späteren Tatorten begründete er mit den Worten: „Ich habe nicht weiter nachgedacht.“ Da zwei wesentliche Zeugen nicht erschienen, wurde die Verhandlung gegen ihn vertagt.
Der Polizei gelang es schließlich, die Bande festzunehmen und damit die Anschlagsserie auf Wiener Bankomaten zu beenden.
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Zusatzinfo: In Österreich gab es 2025 insgesamt 26 Bankomatsprengungen, die meisten davon in Wien.
Quelle 1: Krone.at (2026-03-13)
Quelle 2: MeinBezirk.at (2026-03-13) -
Zusatzinfo: Alle fünf ausgeforschten Bankomatensprenger-Gruppen hatten Verbindungen zur niederländischen Stadt Utrecht, die seit Jahren ein Hotspot für diese Gruppierungen ist.
Quelle 1: MeinBezirk.at (2026-03-13)
Quelle 2: Krone.at (2026-03-13)