Serbiens Straßen werden jetzt lückenlos überwacht: 30 hochmoderne „Super-Radare“ erfassen automatisch Temposünder und andere Verkehrsverstöße – ohne Polizeibeamte vor Ort.
In Serbien hat die Einführung moderner Verkehrsüberwachungstechnik begonnen. Die neuen „Super-Radare“ wurden mittlerweile an 30 Standorten im ganzen Land installiert, wie das Portal Idrive.rs berichtet. Ursprünglich hatten die Behörden sogar 99 Standorte für die hochmodernen Messgeräte angekündigt, wie Nova.rs meldete. Die Anlagen wurden strategisch an Unfallschwerpunkten, stark frequentierten Staatsstraßen und Ortsdurchfahrten platziert.
Die Überwachungssysteme finden sich nun unter anderem auf den Streckenabschnitten Uzice–Bela Zemlja, Gajdobra–Celarevo und Preljina–Mrcajevci. Auch die Routen Nis–Svrljig und Mataruska Banja–Usce wurden mit den neuen Geräten ausgestattet. Besonders dicht ist das Netz rund um die Städte Cacak, Kragujevac, Valjevo, Zrenjanin und Sabac.
Strategische Standorte
Im Großraum Belgrad konzentrierten sich die Behörden auf die Vorstadtverbindungen Batajnica–Ugrinovci, Ostruznica–Umka sowie Orlovaca–Rusanj. Zudem wurden internationale Strecken wie der Abschnitt Kelebija–Subotica mit den Anlagen versehen, ebenso wie zahlreiche Straßen durch die Vojvodina sowie West- und Ostserbien, darunter bei Kanjiza, Knjazevac, Boljevac und Ivanjica.
Die technisch ausgereiften Anlagen können mehrere Fahrzeuge gleichzeitig erfassen, Kennzeichen automatisch auslesen und neben Geschwindigkeitsübertretungen auch andere Verstöße dokumentieren – etwa das Überfahren roter Ampeln oder gefährliche Überholmanöver. Das System arbeitet vollautomatisch ohne Eingreifen von Polizeibeamten.
Automatische Überwachung
Die Strafzettel werden direkt an die registrierte Adresse des Fahrzeughalters verschickt. Seit dem 22. Dezember ist das Netzwerk der stationären Radargeräte offiziell in Betrieb.
Die serbischen Behörden betonen, dass die Installation der „Super-Radare“ in erster Linie der Verringerung von Verkehrsunfällen und der Rettung von Menschenleben dient.
Autofahrern wird dringend empfohlen, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, da die neuen Überwachungssysteme rund um die Uhr aktiv sind.